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„Low-Input“: Wirtschaften aus den eigenen Stärken – Stiegerhof in Maishofen
Inmitten des Gemeindegebietes von Maishofen befindet sich der Stiegerhof. Isabella und Alois Dick setzen bei ihrem Betrieb auf eine „Low-Input-Bewirtschaftung“. Bereits seit dem Jahr 2006 hat der Betrieb das Konzept einer Kurzrasenweide. Überzeugt von der extensiven Wirtschaftsweise und inspiriert von Auslandsreisen nach Australien, Neuseeland und in die Schweiz, startete man im Jahr 2012 die Kreuzungszucht mit geeigneten Weiderassen wie z. B. Jersey bzw. Kiwi-Cross. Diese kleinrahmigen Tiere eignen sich für die Weidehaltung optimal und verursachen kaum Trittschäden. Des Weiteren stellte der Berieb auf Heumilch um und man entschied sich gegen den Einsatz von Kraftfutter. Durch die saisonale Abkalbung ist es möglich, den Fokus auf jede der einzelnen Arbeitsspitzen genauer zu richten, sei es die Abkalbung, die Besamung, das Melken oder das Trockenstellen. Bei der Fütterung muss nicht unterschieden werden und die Kombination mit der Kurzrasenweide ergänzt sich perfekt. Die zwei Monate Melkpause bringen mehr Zeit für die Familie. Eine frühe Beweidung aller Flächen ab Ende März schafft mehr Elastizität beim ersten und zweiten Schnitt. Im Sommer verbringen die Kühe Tag und Nacht auf der Dauerweide, die mit fixen Tränken ausgestattet ist. Jene Kälber, die nicht nachgezüchtet werden, vermarktet man großteils bereits regional als Milchkalb, der Rest wird von Ammenkühen bis in den Herbst aufgezogen. Der Laufstall wurde schon im Jahr 1971 von den Eltern gebaut – damals einer der ersten. An das bestehende Stallgebäude wurde im Jahr 2018 ein Kompoststall drangebaut. Bei einem ständig warmen Untergrund und ausreichender Frischluftversorgung fühlen sich die Kühe besonders wohl. Belüftet wird zweimal täglich mit einem Grupper und neu eingestreut etwa einmal im Monat. Die ganzjährige Vermietung ist seit jeher Teil des Betriebs, wo im Jahr 2003 auf Appartements für insgesamt zehn Gäste umgebaut wurde. In einem kleinen Selbstversorgerladen werden außerdem Milch, selbstgemachtes Naturjoghurt und Bio-Eier von einem Nachbarbetrieb angeboten.