Frisches Grün erstrahlt wieder in Wiesen und Wäldern
Der Löwenzahn hat eine pfahlförmige Wurzel aus der lanzettförmige, mehr oder weniger tief eingekerbte Blätter wachsen, die eine bodennahe Rosette bilden. Die Pflanze enthält einen weißen Milchsaft, der keineswegs giftig, sondern durch Gerb- und Bitterstoffe gesundheitsfördernd wirkt. Die gelben Korbblüten, die auf einem unverzweigten, hohlen Stängel sitzen, verwandeln sich alsbald in graue Kugeln (Pusteblumen), deren Samen vom Wind verweht werden.
Übrigens: In Asien gilt der Löwenzahn als zähe und widerstandsfähige Pflanze und wird in der Heilkunde zur Unterstützung dieser Eigenschaften beim Menschen angewandt! Kein Wunder: Die Blätter des Löwenzahnes enthalten mehr Provitamin A als Karotten, mehr Vitamin C als eine Vergleichsmenge Südfrüchte, Vitamin B, Mineralsalze, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Er wirkt blutreinigend und harntreibend sowie anregend auf Leber und Galle und kräftigend für den gesamten Organismus. Löwenzahnsalat ist daher bestens zur Frühjahrskur geeignet. Jene, die den in der Steiermark traditionell zur Osterzeit aufgetischten „Röhrlsalat mit Kernöl“ kennen, wissen, von welch kulinarischen Köstlichkeiten wir hier sprechen. Die vitaminreichen Blätter schmecken umso zarter, je jünger sie gepflückt werden. Löwenzahnwurzeln werden in Japan roh, gekocht oder ausgebacken gegessen, dort gilt er als absolute Energiepflanze!
Knoblauchrauke vom Waldesrand
Die breiten, annähernd herzförmigen, tief eingekerbten Blätter der Knoblauchrauke ähneln jenen der Brennnessel, sie sind aber hellgrüner und brennen nicht. Zerreibt man eines von ihnen zwischen den Fingern, fällt einem sofort das knoblauchartige Aroma auf. Trotz des Knoblauchgeruches zählt die Knoblauchrauke nicht zu den Lauchgewächsen, sondern zu den Kreuzblütlern, was ein Blick auf die kleinen weißen Blüten mit vier Blütenblättern, aber auch der scharf-bittere Nachgeschmack einer Kostprobe verraten. Die Pflanze wird 60 cm bis 1m hoch und ist von Büscheln kleiner weißer Blüten gekrönt.
Die Knoblauchrauke liebt feuchte, schattige Standorte, Waldränder, Parks, Hecken und buschbestandene Raine.
Am besten lassen sich die zarten Frühlingsblättchen verwenden, die ebenso wie die Blüten vom Stängel abgezwickt werden. Wenn man aus der Knoblauchrauke einen „Blumenstrauß“ pflückt und ins Wasser stellt, kann man mehrere Tage lang die frischen jungen Blätter und Blüten ernten. Medizinisch anerkannt ist die antiseptische und wundheilende Wirkung der Knoblauchrauke. Die Knoblauchrauke wird ausschließlich roh wie Rucola verwendet.
Extra-Tipp
Knoblauchrauke eignet sich wie Brennnessel, Bärlauch und Gundelrebe als Frühjahrskur, da sie auch blutreinigend und harntreibend wirkt.
Frühlingssalat mit Wildkräutern
- 4 große Handvoll frische, junge Löwenzahnblätter
- 1 Maiskolben oder 1 kleine Dose Zuckermais
- 250 g grüner Spargel
- 1 EL Olivenöl
- 1 Knoblauchzehe
- 3 Handvoll Vogerlsalat
- 2 Handvoll Knoblauchraukenblätter
- 1 Prise Kräutersalz
- je 3 EL Walnussöl und Balsamicoessig
- 1 Handvoll gehackte Walnüsse
- 1 Handvoll gemischte Frühlingsblüten (essbar)
Zubereitung
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und den mundgerecht geschnittenen Spargel und die Maiskörner anbraten, bis sie bissfest sind. Den gepressten Knoblauch dazugeben und kurz mitrösten, anschließend den in einer Schüssel essfertig zubereiteten Vogerlsalat und die Knoblauchrauke zumischen, mit Walnussöl, Balsamico und Salz abschmecken, mit den Blüten und den Nüssen bestreuen und sofort servieren.