Die beliebten Osterstriezel im Test
Erster kulinarischer Höhepunkt nach der Fastenzeit ist für viele Österreicherinnen und Österreicher der traditionelle Osterstriezel. Geflochtene Teigstränge stehen für Zusammenhalt, Gemeinschaft und oft auch für die Verflechtung von Leben und Tod – passend zur Osterzeit, die für Wiedergeburt und neues Leben steht. Viele backen den Osterstriezel nach Familienrezept selbst, die meisten jedoch kaufen ihn beim Bäcker oder im Supermarkt. Gault und Millau hat eine hochkarätige Jury zusammengestellt, um die besten Striezel aus den heimischen Supermärkten zu ermitteln.
Die Erwartungen an einen guten Striezel sind hoch: Optisch soll eine glänzende Oberfläche und ein appetitanregender Braunton zum Kauf anregen. Ein frischer Striezel soll zarthefig duften und an den Geruch einer Backstube erinnern. Geschmacklich ist gar nicht viel Eigengeschmack nötig, Milch-, Butter- oder Vanilleanmutung sind willkommen, wenn sie nicht zu vordergründig werden. Natürlich soll ein Striezel süß schmecken, plumpe Süße ist aber fehl am Platz. Entscheidende Bedeutung kommt dem Mundgefühl zu, frisch und flaumig soll ein Striezel sein. Die Realität sieht aber oft anders aus, viele waren kompakt und trocken und erinnerten mehr an Semmelteig. Die Textur wurde am Gaumen oftmals rasch pappig. Einzelne Striezel waren so faltig und zerdrückt, dass man sich fragen musste, wie lieblos sie wohl transportiert oder gelagert wurden.
Die Erwartungen an einen guten Striezel sind hoch: Optisch soll eine glänzende Oberfläche und ein appetitanregender Braunton zum Kauf anregen. Ein frischer Striezel soll zarthefig duften und an den Geruch einer Backstube erinnern. Geschmacklich ist gar nicht viel Eigengeschmack nötig, Milch-, Butter- oder Vanilleanmutung sind willkommen, wenn sie nicht zu vordergründig werden. Natürlich soll ein Striezel süß schmecken, plumpe Süße ist aber fehl am Platz. Entscheidende Bedeutung kommt dem Mundgefühl zu, frisch und flaumig soll ein Striezel sein. Die Realität sieht aber oft anders aus, viele waren kompakt und trocken und erinnerten mehr an Semmelteig. Die Textur wurde am Gaumen oftmals rasch pappig. Einzelne Striezel waren so faltig und zerdrückt, dass man sich fragen musste, wie lieblos sie wohl transportiert oder gelagert wurden.
Striezel selber backen
Der Eindruck der meisten Jury-Mitglieder war, dass die Supermarkt-Striezel ihre Funktion als Unterlage für Butter, Marmelade und Co zwar erfüllen, die Qualität jedoch kaum über ein Basisniveau hinausgeht. Wer seiner Familie zu Ostern etwas Besonderes bieten möchte, der sollte sich überlegen, den Striezel selber zu backen. „Das ist keine Hexerei.“ Meinen zumindest die Köchinnen und Köche und Bäckerinnen und Bäcker der Fachjury.
Großmutters Osterstriezel
- 1 kg glattes Mehl oder ½ Dinkel und ½ Weizenmehl
- etwas Salz
- 300 ml Milch, 100 ml Joghurt
- 1 Würfel frische Germ
- 150 g Zucker, Vanillezucker
- 150 g flüssige Butter
- 2 Eier, 1 Dotter
- Rosinen nach Geschmack
- Zitronenschale, Rum
- 1 versprudeltes Ei zum Bestreichen
- evtl. Hagelzucker oder Mandelblätter zum Bestreuen
Zubereitung
Für das Dampferl Germ, etwas Zucker und 2 EL Mehl mit 2 EL lauwarmer Milch gut verrühren und an einem warmen Ort zugedeckt stehen lassen. Das aufgegangene Dampferl mit allen Zutaten gut vermischen und zu einem glatten und geschmeidigen Germteig schlagen. Milchmenge kann je nach Festigkeit variieren. Den Striezel-Teig an einen warmen Ort stellen, mit einem Geschirrtuch zudecken und ca. eine Stunde „gehen lassen“. Den Striezel-Teig halbieren und jede Hälfte in drei oder vier gleich große Stücke teilen. Jedes Teigstück nun zu einem länglichen Strang ausrollen und jeweils aus drei, vier oder fünf Strängen einen Zopf flechten. Die beiden Striezel auf ein gefettetes Blech legen, mit dem Geschirrtuch zudecken und nochmals eine halbe Stunde aufgehen lassen. Den geflochtenen Zopf mit Ei bestreichen, dadurch bekommt der Striezel einen schönen Glanz und evtl. mit Hagelzucker oder Mandelblättern bestreuen. Bei 180° C etwa 40 bis 45 Minuten backen.