Altbestand im neuen Betriebskonzept integriert - Haberg in Seekirchen
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Direkt auf dem Drei-Gemeinden-Eck von Seekirchen, Henndorf und Eugendorf befindet sich das Oberhaberggut von David Lettner. Der 28-jährige Landwirt bewirtschaftet den Hof bereits in
fünfter Generation.
Vor fünf Jahren entschloss sich der junge Landwirt, in den Hof zu investieren und damit dessen Fortbestand zu sichern. Mit der Errichtung einer Hackschnitzelanlage und der notwendigen Renovierung des Bauernhauses begann David die Umbaumaßnahmen, ehe im Sommer 2023 der Spatenstich für den neuen Stall erfolgte. Dabei war ihm die Integration des alten Stallgebäudes aufgrund der darüberliegenden Heubelüftung bzw. dessen guter Bausubstanz ganz wichtig. Mit der strikten Trennung der Futtertische für Milchkühe und Trockensteher bzw. Nachzucht wurde dieser Punkt verwirklicht. Mittels eines befestigten Auslaufes, der zeitgleich der Übergang von der Liegehalle zum alten Stall ist bzw. als Wartebereich für den 6er-Autotandem-Melkstand fungiert, wurde so der Alt- mit dem Neubestand bestens zusammengefügt.
Mehrere Fliegen mit einer Klappe
Die Liegehalle wurde in einer freitragenden Zangen-Holzbauweise errichtet. Ein Drittel des neuen Stalles dient derzeit als Maschinenhalle, bei welcher in kürzester Zeit ein Ausbau der Liegeplätze vorgenommen werden kann. In westlicher Richtung ist der Futtertisch für die Trockensteher und die Nachzucht unter einem breiten Vordach ausgerichtet. „Je breiter der Stall ist, umso teurer wird er. Deshalb habe ich mich für eine längere, schmale Bauweise entschieden, die jetzt auch zeitgleich Maschinenhalle ist. Mit der weiteren Nutzung des alten Stalles konnte ich Kosten sparen. Damit habe ich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, beschreibt David. Für die Entmistung aller Laufflächen sorgt ein Entmistungsroboter.
Für die Zukunft gerüstet
Davids Fütterungsstrategie setzt auf eine hohe Grundfutterqualität mit wenig Kraftfuttereinsatz. Sämtliche weibliche Nachzucht verbleibt am Betrieb. Das Ziel ist es, in einigen Jahren rund 40 Milchkühe zu halten. Im Endausbau hätte der Stall eine Kapazität von 50 Milchkühen mit 20 Stück Nachzucht.
David hebt die leichten Kalbeverläufe, die Tiergesundheit und vor allem die Arbeitserleichterung für ihn persönlich positiv hervor. „Das Schwerste, was zu tragen ist, ist die Milchkanne für die Kälber“, resümiert der Landwirt und fügt hinzu: „Mir ist wichtig, dass ich den Stall alleine in rund eineinhalb Stunden schaffe, sodass Zeit für weitere Arbeiten am Hof bleibt!“