Wacholder: Die Beere, die drei Jahre reift
Der Wacholder stammt aus der Familie der Zypressengewächse. Die Hauptlieferländer für Wacholderbeeren befinden sich in Europa, insbesondere auf dem Balkan, in Spanien und Italien. Erstaunlich finde ich, dass die Früchte, die eigentlich keine Beeren, sondern aus drei Teilen zusammengefügte Fruchtzapfen sind, drei Jahre brauchen, um auszureifen. Mir ist keine andere Frucht bekannt, die eine so lange Reifezeit hat. Dann sind sie dunkel schwarz-blau, weich, angenehm süß und bekömmlich, während unreife Früchte reizende Stoffe enthalten.
Erntet man Wacholderbeeren selbst, muss man darauf achten, die Äste der Pflanzen nicht zu beschädigen.
Die Beeren sollten an einem schattigen Ort luftgetrocknet und danach als ganze Früchte in einem lichtundurchlässigen und fest verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden. Erst kurz vor der Weiterverarbeitung bzw. Anwendung sollten sie zerkleinert werden. Wacholderbeeren werden besonders für aromatische Speisen verwendet, da sie einen starken Würzeffekt besitzen und viel Eigengeschmack mitbringen. Daher sollten sie sehr sparsam eingesetzt werden. Sie fördern die Verdauung, regen den Appetit an und sind deshalb ein beliebtes Gewürz für schwer verdauliche Speisen. Bei Magen- und Darmerkrankungen können Wacholderbeeren lindernd wirken. Sie reinigen das Blut und besitzen eine harntreibende Wirkung.
Die wichtigsten Wirkstoffe der Wacholderbeeren sind die enthaltenen ätherischen Öle sowie Vitamin C. Positive Wirkungen entfaltet die Anwendung von Wacholderbeeren äußerlich bei Rheuma und Gicht, innerlich bei Verdauungsbeschwerden sowie zur Erhöhung der Wasserausscheidung und zur Harnwegsdesinfektion. In der Volksmedizin wird Wacholder auch zur Blutreinigung und als Wehenmittel eingesetzt. Es war Sebastian Kneipp, der Wacholderbeeren zur Behandlung von Rheuma und Gicht empfohlen und die Wacholderbeerenkur in der Volksmedizin bekannt gemacht hat. Dabei kaut man täglich mit steigender Anzahl ein bis sieben Wacholderbeeren und reduziert die Menge anschließend wieder schrittweise bis auf eine Beere.
Wacholderschnaps eignet sich zur Anregung des Magens. Dazu habe ich etwa 100 g frisch geerntete, schön blaue Wacholderbeeren, ein Stück Zimtrinde und ein etwa fünf Zentimeter langes Stück Ingwer in einen Liter Wodka eingelegt. Die Mischung ließ ich etwa drei bis vier Monate ziehen und schüttelte sie gelegentlich. Der Schnaps wird nach und nach immer brauner und hat am Ende etwa die Farbe von Cognac. Anfangs ist er noch recht herb. Lässt man ihn jedoch weitere drei Monate reifen, wird er schön rund und vollmundig.
Die Beeren sollten an einem schattigen Ort luftgetrocknet und danach als ganze Früchte in einem lichtundurchlässigen und fest verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden. Erst kurz vor der Weiterverarbeitung bzw. Anwendung sollten sie zerkleinert werden. Wacholderbeeren werden besonders für aromatische Speisen verwendet, da sie einen starken Würzeffekt besitzen und viel Eigengeschmack mitbringen. Daher sollten sie sehr sparsam eingesetzt werden. Sie fördern die Verdauung, regen den Appetit an und sind deshalb ein beliebtes Gewürz für schwer verdauliche Speisen. Bei Magen- und Darmerkrankungen können Wacholderbeeren lindernd wirken. Sie reinigen das Blut und besitzen eine harntreibende Wirkung.
Die wichtigsten Wirkstoffe der Wacholderbeeren sind die enthaltenen ätherischen Öle sowie Vitamin C. Positive Wirkungen entfaltet die Anwendung von Wacholderbeeren äußerlich bei Rheuma und Gicht, innerlich bei Verdauungsbeschwerden sowie zur Erhöhung der Wasserausscheidung und zur Harnwegsdesinfektion. In der Volksmedizin wird Wacholder auch zur Blutreinigung und als Wehenmittel eingesetzt. Es war Sebastian Kneipp, der Wacholderbeeren zur Behandlung von Rheuma und Gicht empfohlen und die Wacholderbeerenkur in der Volksmedizin bekannt gemacht hat. Dabei kaut man täglich mit steigender Anzahl ein bis sieben Wacholderbeeren und reduziert die Menge anschließend wieder schrittweise bis auf eine Beere.
Wacholderschnaps eignet sich zur Anregung des Magens. Dazu habe ich etwa 100 g frisch geerntete, schön blaue Wacholderbeeren, ein Stück Zimtrinde und ein etwa fünf Zentimeter langes Stück Ingwer in einen Liter Wodka eingelegt. Die Mischung ließ ich etwa drei bis vier Monate ziehen und schüttelte sie gelegentlich. Der Schnaps wird nach und nach immer brauner und hat am Ende etwa die Farbe von Cognac. Anfangs ist er noch recht herb. Lässt man ihn jedoch weitere drei Monate reifen, wird er schön rund und vollmundig.
Vorsicht
Leicht kann der echte Wacholder mit dem giftigen Sadebaum (Juniperus sabina) verwechselt werden!
Wacholder-Ingwer-Sirup (400 ml)
- 125 g Zucker
- 250 ml Wasser
- 1 EL Wacholderbeeren
- 5 g Ingwer, geschält und fein geraspelt
- 1 Bio-Zitrone mit unbehandelter Schale
Zubereitung
Die gequetschten Wacholderbeeren mit etwa 100 ml kochendem Wasser übergießen und sie zehn Minuten ziehen lassen, dann die Flüssigkeit in einen Topf abgießen und die nun weichen Wacholderbeeren fein hacken. Die Schale der Zitrone sehr fein abschälen und fein schneiden, den Rest der Zitrone in dünne Scheiben schneiden und zur Flüssigkeit in den Topf geben, ebenso die Wacholderbeeren, den Ingwer und den Zucker. Das restliche Wasser beifügen und alles etwa fünf Minuten verkochen, dann vom Herd nehmen, zudecken und etwa eine Stunde ziehen lassen. Die Verkochung nun durch ein Sieb gießen, den Rückstand gut ausdrücken und den Sirup, der heiß abgefüllt werden sollte, nochmals erhitzen.
Wacholder-Teebasis (250 ml)
Ein bis zwei Teelöffel Wacholder zerstoßen bzw. quetschen, mit
¼ Liter siedendem Wasser überbrühen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und nach dem Erkalten abseihen. Die Teebasis kann zwei Tage kühl gelagert werden. Zur Weiterverwendung wird sie wieder trinkfähig erwärmt bzw. pur genossen. Hilft bei Verdauungsbeschwerden, Rheuma und Harnwegsinfektionen.
Wacholderfruchttee
1 bis 2 KL Wacholderbeeren zerstoßen bzw. quetschen, mit ¼ Liter siedendem Wasser überbrühen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, nach dem Erkalten abseihen und wieder trinkfähig erwärmt ein bis zwei Tassen pro Tag trinken. Dieser Tee erzielt bei der Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Rheuma und Harnwegsinfektionen und zur Erhöhung der Wasserausscheidung sehr gute Ergebnisse.
Wacholder-Brandy (1 l)
- 100 g frische Wacholderbeeren
- 1 Stück Zimtrinde und ein ca. 5 cm langes Stück Ingwer und Engelwurz
- 1 Liter Brandy
Zubereitung
Die Wacholderbeeren und alle anderen Zutaten werden in einem Gefäß mit weitem Hals in den Brandy eingelegt und ca. drei bis vier Monate stehen gelassen und ab und zu geschüttelt. Anfangs ist der Ansatz noch recht herb, lässt man ihn aber noch weitere drei Monate reifen, wird er schön rund, vollmundig und dunkelbraun.
Wacholder-Fruchtteemischung (250 ml)
- Je 200 g getrocknete Schlehen, Hagebutten, Apfel- und Quittenstückchen
- 1 Handvoll Zitronenverbene- oder Zitronenmelisse-Blättchen
- 2 EL Wacholderbeeren
- ¼ l kochendes Wasser
Zubereitung
Die getrockneten Früchte werden miteinander vermischt und zerkleinert, der Wacholder zermörsert, dann werden die grob zerteilten Kräuter hinzugefügt. Für zwei Portionen à 120 ml Tee werden nun 2 TL der Mischung mit ¼ l kochendem Wasser übergossen, zehn Minuten ziehen gelassen und abgeseiht. Stärkt die Abwehrkräfte und zur Blutreinigung.