Hilfe zur Selbsthilfe: Bäuerinnen im Senegal stärken
Anlässlich des Internationalen Jahres der Bäuerin 2026 erzählte Franziska Fröschl von ihren Begegnungen mit Bäuerinnen im Senegal, Frauen, die täglich auf den Feldern arbeiten und Verantwortung für ihre Familien tragen. „So unterschiedlich unsere Landwirtschaft auch sein mag, die Sorgen und Wünsche einer Bäuerin sind überall auf der Welt erstaunlich ähnlich.“
Was in Österreich selbstverständlich ist, fehlt vielen Bäuerinnen im Senegal: moderne Landtechnik. Für die händische Verarbeitung von fünf Kilogramm Reis benötigt eine Frau mitunter einen ganzen Arbeitstag. Mit einer Reisschälmaschine gelingt dieselbe Arbeit in rund zehn Minuten. Die gewonnene Zeit schafft Raum für Familie, Bildung und ein eigenes Einkommen.
Seit 2019 werden im Senegal Maschinenringe aufgebaut, ini-
tiiert von der Maschinenring Foundation und dem Maschinenring Deutschland mit Unterstützung des Freistaates Bayern. Rund 50.000 kleinbäuerliche Familienbetriebe profitieren mittlerweile vom Zugang zu Technik und Fachwissen.
Hilfe zur Selbsthilfe gegen den Welthunger
Für Fröschl ist das ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des Welthungers. Menschen sollen selbst mehr Lebensmittel produzieren, ihre Ernten besser verarbeiten und ein eigenes Einkommen erwirtschaften können. „Hunger wird langfristig mit Möglichkeiten bekämpft“, betonte sie. Entscheidend sei, den Menschen zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Welche Maschinen brauchen sie tatsächlich? Wie können wir sie sinnvoll unterstützen? Zusammenarbeit müsse auf Augenhöhe stattfinden. „Wir bringen unsere Erfahrung mit und wir lernen gleichzeitig von euch.“ Besonders in Erinnerung geblieben sind Fröschl die engagierten Bäuerinnen, die ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen wollen.
„Der Maschinenring kann mehr als Maschinen bewegen“, betonte Fröschl. Jede Maschine, jede Ausbildung und jede Bäuerin, die mehr produzieren könne, schaffe neue Chancen. Darin sieht sie auch einen Auftrag an die heimische Landwirtschaft: „Wir säen heute, damit morgen etwas wachsen kann.“ Das gelte für unsere Höfe und Familien ebenso wie für die internationale Zusammenarbeit. Fröschls wichtigste Erkenntnis aus dem Senegal: „Wer Bäuerinnen Zugang zu Technik, Wissen und Ausbildung ermöglicht, schafft die Grundlage für bessere Lebensbedingungen.“