Beim alljährlichen Rösslmarkt, der gemeinsam mit dem Bartholomäus-Kirtag in Mauterndorf stattfindet, sorgten züchterische Qualität und Farbenvielfalt auch dieses Jahr wieder für zufriedenstellende Preise. Durch das breite Angebot an Hengstfohlen kann die Nachzucht für den Landesverband gesichert werden. Zwei besondere Fohlen konnten auch hohe Preise erzielen.
Im Jahr 1973 wurde der Rösslmarkt in Mauterndorf erstmalig mit einer Fohlenversteigerung durchgeführt. Seither hat sich dieser Markt, dem auch der große Bartholomäus-Kirtag angeschlossen ist, als fixer Bestandteil und Auftakt der organisierten jährlichen Vermarktung der Norikerpferde etabliert. Der Lungau war immer schon das Hochzuchtgebiet der Noriker-Tigerschecken, sodass sich diese Veranstaltung als Tigermarkt etabliert hat.
Auch dieses Jahr waren von den insgesamt 31 aufgetriebenen Fohlen wiederum 14 diesem besonderen Farbschlag zuzuordnen. In den letzten Jahren hat sich der Rössl-
markt in Mauterndorf als sehr dynamisch erwiesen und so wurden für ansprechende Fohlen durchaus gute Preise erzielt. Insofern wurden die Ergebnisse der Versteigerung in diesem Jahr wieder mit großer Spannung erwartet. Auch diesmal konnte der Geschäftsführer des Pferdezuchtverbandes Salzburg, Dipl.-Ing. Johann Wieser, den Fohlen in der Vorstellungsrunde wiederum eine sehr hohe züchterische Qualität attestieren. Und auch Vizepräsidentin Claudia Entleitner zeigte sich in ihren Grußworten begeistert von der Norikerpferdezucht im Lungau sowie den zahlreichen Besuchern, die dieser Veranstaltung einen besonderen Rahmen gaben. Der
Obmann der Bezirksbauernkammer, Ök.-Rat Johann Schitter, gratulierte den Lungauern zu ihrer Norikerzucht, die nicht nur durch die Qualität der Fohlen, sondern auch durch die große Farbenvielfalt beeindruckt.
Tageshöchstpreis für Tiger-Stutfohlen
Die Ergebnisse der Versteigerung haben diesmal der hohen Qualität der Fohlen zwar nicht ganz entsprochen, dennoch waren die Durchschnittsergebnisse in einem annehmbaren Rahmen und die besonderen Fohlen konnten auch besondere Preise erzielen. Zum Tageshöchstpreis von 5.800 Euro wurde das
Tigerstutfohlen Lana, gezogen von Alois Holzer aus Unternberg, von Johann Thurner aus Flachau ersteigert.
Ebenso in den Besitz von Johann Thurner ging das Rappscheck-Stutfohlen Prinzessin von
Sarah Kaswurm über, das einen Preis von 4.050 Euro erzielen konnte. Bei den Hengstfohlen erreichte Gustav Vulkan XVIII mit 3.000 Euro den Tageshöchstpreis. Gezüchtet hat dieses Tigerfohlen Ulrich Tödtling aus Passail und ersteigert wurde es von
Rupert Geisler aus Munderfing. Insgesamt wurden letztendlich zehn Stutfohlen mit einem Durchschnittserlös von 2.600 Euro sowie 13 Hengstfohlen mit einem Durchschnittserlöse von 1.850 Euro (inkl. Prämie der Gemeinde Mauterndorf und MwSt.) vermarktet. Der Obmann des Landespferdezuchtvereines,
Anton Renn, gratulierte allen Norikerzüchtern zu diesen Erfolgen und bedankte sich auch bei der Gemeinde
Mauterndorf für die Unterstützung dieser Vermarktung.
Lungauer Hengstfohlen sichert die Nachzucht
Das hohe Niveau der Norikerzucht im Lungau unterstreicht auch die Auswahl der Hengstfohlen, die vom Landespferdezuchtverband für die Nachzucht reserviert wurden. Das Rapphengstfohlen Zeus Schaunitz XVIII nach Zorro Schaunitz XVII aus der Zucht von Alois Holzer, Unternberg, wurde vom Landesverband für die Aufzucht ausgewählt.