Erfolgsrezepte einer mutigen Schafbäuerin und Unternehmerin
Bildergalerie
(6 Fotos)
Birgit Laner im Genussladen © Dürnberger
Birgit und ihr Mann Thomas © Privat
Milchschafe vom Lehengut © Privat
Käsespezialität © Privat
Genusshaltestelle am Hof © Privat
Genussladen in Werfen © Dürnberger
„Das Unternehmertum wurde mir in die Wiege gelegt“, sagt Birgit überzeugt. „Meine Eltern führten ein Gasthaus mit Landwirtschaft. Ich war mehr im Gastbetrieb daheim.“ Nach der Tourismusschule war sie Rezeptionistin in einem Hotel. „Die Arbeit im Tourismus habe ich gern gemacht, ich bin eine geborene Dienstleisterin“, sagt die 39-Jährige.
Als sie Thomas kennenlernte, zog sie auf seinen Hof – obwohl sie eigentlich nie Bäuerin werden wollte. „Noch dazu von der Sunnseitn auf die Schattseite“, bemerkt sie schmunzelnd. 2015 haben die Schwiegereltern den Hof übergeben.
„Der Stall war alt, aber ein Neubau kam für uns nicht in Frage, weil wir vor vier Jahren ein neues Wohnhaus gebaut haben“, schildert Birgit. „Wir haben uns daher einen anderen Weg überlegt und uns für Milchschafe entschieden. natürlich muss man diese Tiere mögen, sonst braucht man das gar nicht erst zu versuchen. Uns ist das nicht schwergefallen, weil wir schon seit einigen Jahren Bergschafe hielten.“ Der Stall wurde für die Schafe umgebaut, als Tischler konnte Thomas dabei viel selber machen und Kosten sparen.
„Der Stall war alt, aber ein Neubau kam für uns nicht in Frage, weil wir vor vier Jahren ein neues Wohnhaus gebaut haben“, schildert Birgit. „Wir haben uns daher einen anderen Weg überlegt und uns für Milchschafe entschieden. natürlich muss man diese Tiere mögen, sonst braucht man das gar nicht erst zu versuchen. Uns ist das nicht schwergefallen, weil wir schon seit einigen Jahren Bergschafe hielten.“ Der Stall wurde für die Schafe umgebaut, als Tischler konnte Thomas dabei viel selber machen und Kosten sparen.
Einstieg in die Direktvermarktung
Heute werden am Lehengut bis zu 70 Schafe gehalten. Deren Milch, Fleisch und Wolle werden ausschließlich für die Direktvermarktung verwendet. Weil die Milchmenge anfangs nicht für die Molkerei reichte, begann Birgit damals Käse herzustellen. „Der erste Versuch landete bei den Hühnern, den zweiten haben wir selber gegessen und der dritte konnte bereits verkauft werden.“
Das Sortiment wurde ständig erweitert und die Milchmenge stieg, daher hat das Paar 2019 am Hof eine Käserei gebaut. Zur Vermarktung wurde eine nette Selbstbedienungsecke, genannt „Genusshaltestelle“, eingerichtet. Außerdem hat die engagierte Bäuerin die Produkte am Bauernmarkt verkauft.
Mit steigendem Erfolg entstand der Wunsch, die Vermarktung zu erweitern. Bei dieser Überlegung hat das Paar ebenfalls genau kalkuliert. Statt daheim zu bauen, wurde ein leer stehendes Geschäftslokal im Zentrum von Werfen gemietet. Das sei günstiger und ein überschaubareres Risiko, so Birgit. Die Eröffnung des „Genussladens“ war dennoch ein mutiger Schritt. Birgit und Thomas haben ihr Herzblut in das erfolgreiche Projekt gesteckt. „Bei all unseren Investitionen haben wir eine Kosten-Nutzen-Abwägung gemacht, das hat sich gut bewährt“, betont die Geschäftsfrau, die von ihrer buchhalterischen Ausbildung profitiert. „Man muss unternehmerisch denken, um von der Landwirtschaft leben zu können. Es ist wichtig, seine Finanzen im Griff zu haben.“
Mit steigendem Erfolg entstand der Wunsch, die Vermarktung zu erweitern. Bei dieser Überlegung hat das Paar ebenfalls genau kalkuliert. Statt daheim zu bauen, wurde ein leer stehendes Geschäftslokal im Zentrum von Werfen gemietet. Das sei günstiger und ein überschaubareres Risiko, so Birgit. Die Eröffnung des „Genussladens“ war dennoch ein mutiger Schritt. Birgit und Thomas haben ihr Herzblut in das erfolgreiche Projekt gesteckt. „Bei all unseren Investitionen haben wir eine Kosten-Nutzen-Abwägung gemacht, das hat sich gut bewährt“, betont die Geschäftsfrau, die von ihrer buchhalterischen Ausbildung profitiert. „Man muss unternehmerisch denken, um von der Landwirtschaft leben zu können. Es ist wichtig, seine Finanzen im Griff zu haben.“
Breites Engagement
Ihr liegt viel daran, sich ständig weiterzubilden. Egal ob bei einem Käseseminar oder einem Kurs über Führungskompetenzen. Die Mutter von drei Kindern ist aber auch politisch und sozial sehr engagiert. „Ich setze mich gern für andere ein und unterstütze soziale Projekte. Es ist wichtig, sich für die Gemeinschaft zu engagieren.“ Sie ist daher in selber in etlichen Bereichen aktiv, etwa für „Schule am Bauernhof“, sie ist Ortsbäuerin und seit 2024 Gemeindevertreterin.
Die Gemeinschaft liegt ihr auch als Obfrau des Vereins „Werfener Bauernschaft“ am Herzen. „Wir haben den Verein gegründet, um bei Veranstaltungen rechtlich abgesichert zu sein, etwa beim Bauernherbstfest. Mir ist wichtig, dass Bauern und Bäuerinnen vertreten sind. Wir organisieren unsere Feste gemeinsam und teilen die Einnahmen untereinander auf.“
Eine schwere Komplikation einer Routineuntersuchung zwang Birgit vor zwei Jahren zum Innehalten. „Ich musste lernen, Prioritäten zu setzen und Nein zu sagen.“ Im Zuge der Genesung hat sie den Sport für sich entdeckt. „Ich gehe jetzt gerne laufen und wandern. Heuer werde ich zum ersten Mal beim Frauenlauf teilnehmen.“ Typisch für die Praktikerin, hat sie gleich ein Bäuerinnenturnen eingeführt, das großen Anklang findet. „Es ist ein Spagat, Bäuerin, Ehefrau, Mutter, Unternehmerin und Ehrenamt unter einen Hut zu bringen, aber ich setze mich jetzt nicht mehr unter Druck. Ich muss auch nicht in allen Bereichen perfekt sein. Es ist zwar eine Herausforderung und ein ständiger Balanceakt, der Tag hat schließlich nur 24 Stunden. Mit einer guten Planung ist das aber zu schaffen.“
Eine schwere Komplikation einer Routineuntersuchung zwang Birgit vor zwei Jahren zum Innehalten. „Ich musste lernen, Prioritäten zu setzen und Nein zu sagen.“ Im Zuge der Genesung hat sie den Sport für sich entdeckt. „Ich gehe jetzt gerne laufen und wandern. Heuer werde ich zum ersten Mal beim Frauenlauf teilnehmen.“ Typisch für die Praktikerin, hat sie gleich ein Bäuerinnenturnen eingeführt, das großen Anklang findet. „Es ist ein Spagat, Bäuerin, Ehefrau, Mutter, Unternehmerin und Ehrenamt unter einen Hut zu bringen, aber ich setze mich jetzt nicht mehr unter Druck. Ich muss auch nicht in allen Bereichen perfekt sein. Es ist zwar eine Herausforderung und ein ständiger Balanceakt, der Tag hat schließlich nur 24 Stunden. Mit einer guten Planung ist das aber zu schaffen.“