Die Holzarbeiter hatten im Winter ihren starken Einsatz
Der Ertrag aus der kleinen Landwirtschaft mit zehn his zwölf Stück Vieh hatte nie ausgereicht, um die Großfamilie zu ernähren, geschweige für Investitionen am Hof. Darum musste Josef Gratz, Karlbauer in Embach, seit seiner Kindheit als Tagwerker ein Zubrot verdienen. Bei anderen Bauern bei der Holzarbeit, beim Holzziehen oder als Fuhrwerker auszuhelfen, war eine Selbstverständlichkeit für ihn.
Ein gefährliches Unterfangen
Fünfundzwanzig Winter lang hat Alois Kirchner, Nöglhofbauer aus Radstadt, Holz für den eigenen Hof, aber auch für andere Bauern gezogen. ,,In Jahren, in denen weniger Schnee lag, war es ein gefährliches Unterfangen“, erzählt Kirchner. In schneereichen Wintern mussten erst Wege aufgezogen werden. Bis zu zweimal am Tag ging man hinauf in den Hochwald. Den sechzig Kilo schweren Schlitten trugen die Männer am Rücken bergwärts. Mit sechzehn Jahren war Kirchner zum ersten Mal dabei. „Die Jüngeren hatten leichtere Schlitten“, erinnert er sich.
Anfang der Siebzigerjahre spannte er das erste Mal Rösser vor den Schlitten. Da sich diese Methode bewährte, machten es die anderen Bauern bald genauso.
Mit dem Bau der Forstwege fiel auch der Zuerwerb durch das Holzziehen in den Wintermonaten weg.
Über das Leben der Holzknechte wird ebenfalls viel berichtet. „Man traf sich im Winter auf dem Radstädter Stadtplatz zum Eisstockschießen“, erzählt der Nöglhofbauer. Und einmal im Jahr fand der Radstädter Kirtag statt. Auf dem Stadtplatz boten die vielen Standbesitzer alles Mögliche und Unmögliche zum Verkauf feil. Da konnte man das hart verdiente Geld brauchen.
Anfang der Siebzigerjahre spannte er das erste Mal Rösser vor den Schlitten. Da sich diese Methode bewährte, machten es die anderen Bauern bald genauso.
Mit dem Bau der Forstwege fiel auch der Zuerwerb durch das Holzziehen in den Wintermonaten weg.
Über das Leben der Holzknechte wird ebenfalls viel berichtet. „Man traf sich im Winter auf dem Radstädter Stadtplatz zum Eisstockschießen“, erzählt der Nöglhofbauer. Und einmal im Jahr fand der Radstädter Kirtag statt. Auf dem Stadtplatz boten die vielen Standbesitzer alles Mögliche und Unmögliche zum Verkauf feil. Da konnte man das hart verdiente Geld brauchen.
Schlitten mussten bergwärts gezogen werden
Josef Lehmberger vom Bamerhof in Stuhlfelden erinnert sich in einem Bauernbuch noch genau an das Holzziehen. Im Winter des Jahres 1952 waren für die Bundesforste tausend Festmeter Holz zu ziehen. Das Holz lag weit oben im Wald. Eineinhalbmal am Tag war die Strecke zu bewältigen. Die Ziehschlitten mit Tatzen und Ketten waren um die
150 kg schwer. Mit einem Brustgeschirr, dem „Bruach“, wurden sie den steilen Holzweg hinaufgezogen. An den Schuhen hatte man Stelzeisen, die hinten etwas höher waren, denn mit den normalen Gliedereisen hätte man zu wenig Stand gehabt.
Ungefähr auf halbem Wege, bei der Sandbrunnhütte, haben die sieben bis acht Zieher sodann logiert. Dort gab es Wasser und eine Feuerstelle. Die Zieher nächtigten auch auf dem Berg. Sie kochten sich auch Knödel. Dazu wurde mit Holzrinden eine bescheidene Unterkunft gebaut.
Ungefähr auf halbem Wege, bei der Sandbrunnhütte, haben die sieben bis acht Zieher sodann logiert. Dort gab es Wasser und eine Feuerstelle. Die Zieher nächtigten auch auf dem Berg. Sie kochten sich auch Knödel. Dazu wurde mit Holzrinden eine bescheidene Unterkunft gebaut.