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Den Silomais in praktische Portionen verpackt
Vom Häcksler über die großen Anhängergespanne bis hin zum Silageprozess – auf den Straßen sind die PS-starken Maschinen jetzt wieder unterwegs. Neben dem Silieren auf Fahrsilos hat sich seit einigen Jahren auch das Pressen von Maisballen etabliert. Diese Technologie bietet zahlreiche Vorteile: Sie ermöglicht eine praktische Portionierung des Futtermittels, garantiert eine gleichbleibende Qualität und eliminiert das Risiko von Nachgärungen bei zu geringem Vorschub des Anschnitts. Für große Betriebe bietet diese Methode eine ideale Übergangslösung, bis der Fahrsilo erntebereit ist, während kleinere Betriebe von der Möglichkeit profitieren, Silomais zu produzieren, ohne umfangreiche bauliche Maßnahmen für die Lagerung ergreifen zu müssen. Zudem wird der Silomais dadurch handelbar.
In fünf Minuten ist die Maisballenpresse betriebsbereit. Die Häckselwagengespanne liefern den Mais auf die Laderampe ab. Ein Kratzboden befördert das Erntegut über den Zubringer auf den Steilförderer, der direkt in die Presskammer führt. Die Geschwindigkeit des Kratzbodens passt sich der Materialmenge an und regelt sich automatisch, sodass ein gleichbleibender Zubringerfluss garantiert ist. Das Herzstück der Maispresse ist die Presskammer.
Keine Brökelverluste
Ein durchgehendes Endlosband umspannt beide Hälften der Presskammer und minimiert so Bröckelverluste. Was dennoch anfällt, wird von einem über die gesamte Maschinenlänge verlaufenden Rückführband aufgefangen und ohne Verschmutzung zurückgeführt. Die Ballen werden auf eine Größe von bis zu 120 cm gepresst und gelangen über den fahrbaren Wickeltisch zum Wickler, der das Erntegut mit einer Mantelfolie einpackt. Aus Sicherheitsgründen wird der fertige Siloballen per Funkfernbedienung freigegeben und über die Ballenablagerampe abgelegt.
14.800 kg wiegt die Ballenpresse mit nachgelagerter Wickeltechnik. Sie misst in Transportposition 11,85 Meter in der Länge, 2,55 Meter in der Breite sowie vier Meter in der Höhe. Für den Betrieb ist ein Traktor mit einer Motorleistung von mindestens 120 PS erforderlich. Da die Presskammer hydraulisch angetrieben wird und die Maschine über eine eigene Bordhydraulik verfügt, steht weniger die Zugleistung des Traktors als vielmehr die Ölversorgung im Vordergrund. Dafür werden 10 Liter Öl bei 200 bar benötigt. Neben Mais können auch Grünschnitt, CCM, Luzerne, Stroh und Mischfutter verarbeitet werden. Ballendurchmesser von 0,6 bis 1,15 m können hergestellt werden. Die Arbeitsleistung liegt bei bis zu 60 Ballen pro Stunde. Die Schmierung übernimmt eine Zentralschmieranlage.
„Die bisherige Erntesaison zeigt leicht unterdurchschnittliche Erträge von rund 35 bis
40 t/ha“, beschreibt Lohnunternehmer Christoph Sturm und fügt hinzu: „Wenn die Erntekette reibungslos funktioniert, können bis zu 60 Ballen pro Stunde produziert werden.“ Für Landwirt Markus Steingress ist die praktikable Handhabe bei der Herstellung der Ration eines der Hauptargumente für die Ballenproduktion.
Die Distribution der Ballenpresse erfolgt sowohl über Christoph Sturm direkt oder über den Maschinenring Salzburg. Für kleinere Erntemengen (<3 ha) werden auch Sammeltermine vereinbart. Abgerechnet wird pro Stück exkl. Anfahrt. Derzeit werden im Schnitt pro Maisballen zwischen 21 und 25 Euro (brutto) verrechnet.