Ölfrüchte im Bio Ackerbau
Sonnenblumen
Getreide als Vorfrucht ist ideal, Anbaupause zu Raps, Lein und Sonnenblume 6 – 7 Jahre, Vorsicht bei Schnecken in feuchten Jahren, bitte nicht in Nebelregionen anbauen!
Raps
Anbaupause 4 - 5 Jahre, hoher Stickstoffbedarf, wichtig sind kalk- und humusreiche Böden, Schwefeldüngung wirkt sich positiv auf den Ertrag aus, Risikokultur im Biolandbau!
Sojabohne
Soja benötigt einen warmen Standort (Körnermaislage), leicht erwärmbare, tiefgründige, mittelschwere Böden. Frühreife 000 Sorten sind zu bevorzugen, eine (zusätzliche) Impfung des Saatgutes ist sehr wichtig.
Lein
Er eignet sich für warme, trockene Standorte, die Wasserversorgung vor - bzw. während der Blüte entscheidet über den Ertrag. In der Fruchtfolge ist Lein eine abtragende Kultur, ein Abstand zu einem erneuten Anbau von 7 Jahren sollte eingehalten werden.
Ölkürbis
Der Ölkürbis bevorzugt humose, nährstoffreiche, leichte bis mittelschwere Böden, die sich rasch erwärmen, bei verzögertem Aufgang durch zu kalte Witterung nach dem Anbau kann es zu großen Schäden durch die Larven der Saatenfliege kommen.
Der Abschluss von Anbaukontrakten ist bei diesen Kulturen sicherlich sinnvoll, um die Vermarktung nach der Ernte sicherzustellen.
Mechanische Maßnahmen wie Striegeln oder Hacken sowie eine angepasste Saatdichte helfen, Beikräuter zu unterdrücken. Auch die Wahl robuster Sorten ist entscheidend, um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen.
Fazit
Insgesamt leisten Ölfrüchte im Bio-Ackerbau einen wertvollen Beitrag zu nachhaltigen Anbausystemen. Sie verbinden ökonomische Chancen für die Betriebe mit ökologischen Vorteilen für Boden, Umwelt und Biodiversität.