Traditionsbetrieb verlässt die Schranne
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(5 Fotos)
Elisabeth Brötzner mit ihren Mitarbeiterinnen © Stadt Salzburg/wildbild/Laurin Christl
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Zirbenzapfen vom Greilhof © Dürnberger
Händlerin Renate Smetana mit saftigen Kirschen © Dürnberger
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Auf der Schranne spricht man derzeit über kaum ein anderes Thema: Der Kracherbauer gibt nach 63 Jahren seinen Stand mit Ende Juli auf. Die Gründe für diesen überraschenden Schritt sind unklar. Es wird viel spekuliert, Familie Brötzner hat sich dazu nicht geäußert. „Die Entscheidung ist gefallen, das Thema ist für mich erledigt“, erklärte Juniorchefin Elisabeth. Sie betonte, dass die Produkte vom Kracherbauer weiterhin am Freitag bzw. Samstag an den Ständen beim Lagerhaus in Eugendorf und in Steindorf erhältlich seien.
Schwund der Bauern
Die Kolleginnen und Kollegen auf der Schranne bedauern den Rückzug von Familie Brötzner. Viele beklagen, dass immer weniger Bauern auf dem Wochenmarkt vertreten sind. „Früher waren wir so viele, jetzt gibt es nur noch neun Bauern“, meinte eine Standlerin, deren Familie hier ebenfalls seit Jahrzehnten ihr Gemüse verkauft.
Wer den Platz der Brötzners übernimmt, wird offiziell noch nicht bekannt gegeben. Das Marktamt teilte nur mit: „Die frei werdende Fläche wird genutzt, damit zwei langjährige, etablierte Standbetreiber ihre Standflächen auf eigenen Wunsch erweitern können.“
Köstliche Früchte
Das aktuelle Angebot zeigt sich vielfältig: Heidelbeeren aus den heimischen Wäldern sind jetzt besonders gefragt. Sie werden um bis zu 24 Euro pro Kilo bzw. um bis zu 14 Euro pro Liter angeboten. Weiters gibt es reichlich Kirschen in bester Qualität. Den Eierschwammerln war es allerdings bisher noch zu trocken, sie waren nur in kleineren Mengen vorhanden und zum Bedauern vieler Kunden rasch ausverkauft.