Stark im Einsatz für den Hof, die Familie und das Ehrenamt
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(6 Fotos)
Tamsweger Ortsbäuerin Heidi Schitter © Privat
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Bewirtung von Messebesuchern in Salzburg durch die Seminarbäuerinnen © Dürnberger
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„Eigentlich wollte ich nie Bäuerin werden, weil ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin und als Älteste viel arbeiten musste“, schildert Heidi Schitter. Doch das Schicksal hatte andere Pläne, sie verliebte sich ausgerechnet in einen Landwirt. Hans, ihren zukünftigen Mann, lernte sie kennen, als er Spenden für die Freiwillige Feuerwehr sammelte. Mit der Heirat wurde sie Bäuerin am Toni-
bauernhof in Tamsweg. „Ich kannte zwar die Arbeit in der Landwirtschaft, aber mir war nicht bewusst, worauf man sich durch eine Einheirat einlässt, denn auch die Eltern und Geschwister von Hans lebten am Hof“, berichtet Heidi.
Das Paar hat drei Kinder. Julia, die Älteste, wird Lehrerin, Johannes geht in die LFS und wird den Hof übernehmen. Michael wurde mit einer Entwicklungsstörung geboren, die sich unter anderem auf den Bewegungsapparat auswirkt. Er ist auf einen Rollstuhl und ständige Hilfe angewiesen, seine geistige Entwicklung ist beeinträchtigt. Er wird inzwischen in einer guten Einrichtung betreut. „Das hat uns stark geprägt“, erzählt Heidi. Mitleid will sie keins. „Die Herausforderungen durch das Leben mit einem behinderten Kind haben mich stärker gemacht.“ Inzwischen gehört aber auch die Pflege der Schwiegermutter, die an Demenz erkrankt ist, zu ihrem Alltag.
Das Paar hat drei Kinder. Julia, die Älteste, wird Lehrerin, Johannes geht in die LFS und wird den Hof übernehmen. Michael wurde mit einer Entwicklungsstörung geboren, die sich unter anderem auf den Bewegungsapparat auswirkt. Er ist auf einen Rollstuhl und ständige Hilfe angewiesen, seine geistige Entwicklung ist beeinträchtigt. Er wird inzwischen in einer guten Einrichtung betreut. „Das hat uns stark geprägt“, erzählt Heidi. Mitleid will sie keins. „Die Herausforderungen durch das Leben mit einem behinderten Kind haben mich stärker gemacht.“ Inzwischen gehört aber auch die Pflege der Schwiegermutter, die an Demenz erkrankt ist, zu ihrem Alltag.
Engagierte Funktionärin
Schon kurz nach der Hochzeit widmete sich Heidi mit vollem Einsatz der Arbeit als Bäuerin und war bald auch im örtlichen Ausschuss tätig. Sie absolvierte ein Jungbäuerinnenseminar sowie Ausbildungen zum „Bäuerlichen Familienunternehmen“ und den „Bäuerlichen Unternehmerkurs“. Dort wurden betriebswirtschaftliche Fragen, Zahlen und Fakten vermittelt. Es folgte die „Meisterinnenausbildung ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement“. Dabei gewann sie nicht nur neue fachliche Erkenntnisse, sondern lernte auch Verantwortung abzugeben. „Ich habe erkannt, dass daheim nicht gleich alles im Chaos versinkt, wenn ich nicht da bin.“
Ihr Interesse am Lernen hält weiter an: „Ich bin sehr wissbegierig und überzeugt: Wer rastet, der rostet.“ Auch als Ortsbäuerin von Tamsweg hat sie wichtige Aufgaben. Sie könne sich aber voll und ganz auf ihr Team verlassen. „Diese Unterstützung weiß ich zu schätzen“, betont die Powerfrau. Kleine Gesten, etwa eine gemeinsame Jause bei Sitzungen, sind für sie eine Möglichkeit, Danke zu sagen. „Wir veranstalten traditionell für Bäuerinnen ab 50 Jahren jedes Jahrzehnt eine Geburtstagsfeier. Das wird sehr gut angenommen. Auch ein gemeinsames Muttertagsfrühstück ist ein fixer Bestandteil unseres Programms, das stärkt den Zusammenhalt.“ Sie hebt den wichtigen Stellenwert von Bäuerinnen in der Ortgemeinschaft hervor. „Auch wenn wir nicht mehr so viele sind, haben wir bedeutende Rollen, wie etwa beim Erntedankfest.“
Ihr Interesse am Lernen hält weiter an: „Ich bin sehr wissbegierig und überzeugt: Wer rastet, der rostet.“ Auch als Ortsbäuerin von Tamsweg hat sie wichtige Aufgaben. Sie könne sich aber voll und ganz auf ihr Team verlassen. „Diese Unterstützung weiß ich zu schätzen“, betont die Powerfrau. Kleine Gesten, etwa eine gemeinsame Jause bei Sitzungen, sind für sie eine Möglichkeit, Danke zu sagen. „Wir veranstalten traditionell für Bäuerinnen ab 50 Jahren jedes Jahrzehnt eine Geburtstagsfeier. Das wird sehr gut angenommen. Auch ein gemeinsames Muttertagsfrühstück ist ein fixer Bestandteil unseres Programms, das stärkt den Zusammenhalt.“ Sie hebt den wichtigen Stellenwert von Bäuerinnen in der Ortgemeinschaft hervor. „Auch wenn wir nicht mehr so viele sind, haben wir bedeutende Rollen, wie etwa beim Erntedankfest.“
Tüchtige Seminarbäuerin
Vor zwei Jahren absolvierte sie auch den Lehrgang zur Seminarbäuerin. Seither hält sie selber Workshops und gibt ihr Wissen über bäuerliche Lebensmittel und deren Verarbeitung weiter. Auch an Veranstaltungen wie der Bewirtung auf Messen nimmt sie gerne teil. Dabei sei es nicht nur wichtig, landwirtschaftliche Produkte vorzustellen, sondern als Bäuerinnen präsent zu sein.
„Die Besucher sind in der Regel sehr interessiert und schätzen unsere regionalen Spezialitäten. Leider beobachte ich aber auch, dass Essen nicht mehr so einen Stellenwert hat wie früher.“ Backen zählt zu ihren großen Leidenschaften. Ihre Rezepte gibt sie allerdings nicht gerne preis. „Meine Torten sollen einzigartig sein“, sagt sie schmunzelnd.
Neben den öffentlichen Aufgaben kümmert sich Heidi um die Landwirtschaft und die Vermietung. Der Tonibauernhof war bei der Übergabe ein Betrieb mit Mutterkuhhaltung und zwei Ferienwohnungen. Da die Zimmer nicht ausreichend ausgelastet waren, wollte Heidi einen Wellnessbereich einrichten und die Bettenkapazität erhöhen. Ihr Mann war zwar skeptisch, aber sie ließ sich nicht entmutigen und konnte ihn von dem Vorhaben überzeugen. Der Erfolg gab ihr recht. Seither ist der Urlaub-am-Bauernhof-Betrieb selbst in der Zwischensaison deutlich besser ausgelastet.
Neben den öffentlichen Aufgaben kümmert sich Heidi um die Landwirtschaft und die Vermietung. Der Tonibauernhof war bei der Übergabe ein Betrieb mit Mutterkuhhaltung und zwei Ferienwohnungen. Da die Zimmer nicht ausreichend ausgelastet waren, wollte Heidi einen Wellnessbereich einrichten und die Bettenkapazität erhöhen. Ihr Mann war zwar skeptisch, aber sie ließ sich nicht entmutigen und konnte ihn von dem Vorhaben überzeugen. Der Erfolg gab ihr recht. Seither ist der Urlaub-am-Bauernhof-Betrieb selbst in der Zwischensaison deutlich besser ausgelastet.
Stolze Bäuerin
„Mein Mann hat mich bei meinen Vorhaben immer unterstützt. Als Obmann der Bezirksbauernkammer ist er viel unterwegs und hat oft Abendtermine. Daher braucht auch er meine Unterstützung.“ Nicht selten treffen sich die beiden Funktionäre bei Terminen, wo beide anwesend sind. Heidi erlebt aber auch einige Schattenseiten ihres Engagements:
„Wenn man in der Öffentlichkeit steht, ist man schon sehr unter Beobachtung. Da wird sogar geschaut, was in meinem Einkaufswagen liegt, damit muss man umgehen können.“
Eigene politische Ambitionen hat sie nicht. „Die Politik verändert manche Menschen, das möchte ich nicht.“ Sie konzentriert sich lieber auf ihre Aufgaben am Hof und in der bäuerlichen Gemeinschaft. „Heute bin ich stolz darauf, Bäuerin zu sein. Die Arbeit macht mir Freude und ich schätze die hohe Lebensqualität am Hof. Wenn es mir einmal zuviel wird, scheue ich mich auch nicht, mir Zeit zu nehmen und in die Therme zu gehen. Manchmal braucht man einfach eine Auszeit, das kann ich nur empfehlen.“
Eigene politische Ambitionen hat sie nicht. „Die Politik verändert manche Menschen, das möchte ich nicht.“ Sie konzentriert sich lieber auf ihre Aufgaben am Hof und in der bäuerlichen Gemeinschaft. „Heute bin ich stolz darauf, Bäuerin zu sein. Die Arbeit macht mir Freude und ich schätze die hohe Lebensqualität am Hof. Wenn es mir einmal zuviel wird, scheue ich mich auch nicht, mir Zeit zu nehmen und in die Therme zu gehen. Manchmal braucht man einfach eine Auszeit, das kann ich nur empfehlen.“