Speiseeis – mehr als nur eine süße Abkühlung
Die Geschichte des Speiseeises ist eine faszinierende Mischung aus kulturellem Erbe, kulinarischer Kreativität und technologischem Fortschritt. Seine Ursprünge reichen mehrere Tausend Jahre bis ins alte China zurück. Bereits im antiken Persien und später im Römischen Reich erfreuten sich gekühlte Süßspeisen als exklusiver Luxus der Oberschicht großer Beliebtheit. Damals wurde Gletscherschnee mit Rosenwasser, Honig, Ingwer, Zimt sowie zerstoßenen Nüssen und Früchten verfeinert. Erst die Entwicklung der Kältemaschine durch Carl von Linde im Jahr 1876 machte die industrielle Herstellung und Lagerung von Speiseeis möglich und ebnete den Weg vom exklusiven Genussmittel zur Massenware.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Speiseeis“ und „Eiscreme“ häufig gleich verwendet. Tatsächlich ist Speiseeis jedoch der Oberbegriff für sämtliche gefrorene Süßspeisen.
Eis ist aber nicht gleich Eis, denn das Angebot ist heute vielfältiger denn je. Ob cremig oder fruchtig, bewusst fettarm, vegan, laktosefrei oder in Bio-Qualität, für jeden Eisgenießer gibt es die passende Sorte. Hochwertiges Speiseeis besteht in der Regel aus Milch, Rahm, Zucker, Pflanzenfett sowie geschmacksgebenden Zutaten wie Früchten, Nüssen oder Schokolade. Dadurch entstehen je nach Zusammensetzung unterschiedliche Eisarten. Daneben gibt es Eisprodukte, die überwiegend aus Eispulver, Wasser sowie Aroma- und Farbstoffen hergestellt und mit viel Luft aufgeschlagen werden. Solche Erzeugnisse enthalten weder frische Milch noch Rahm oder frische Früchte. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich daher immer.
Eiskalte Tatsachen sind von Bedeutung
Sowohl die industrielle als auch die handwerkliche Herstellung von Speiseeis unterliegt strengen Qualitäts- und Hygienevorschriften. Die beste Qualität an Rohstoffen, eine saubere und keimfreie Verarbeitung und eine lückenlose Einhaltung der Kühlkette sind dabei unverzichtbar. Die gesetzlichen Anforderungen an Speiseeisprodukte sind im Österreichischen Lebensmittelbuch genau festgelegt.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Milch- und Fruchteis. Fruchteis muss mindestens 20 Prozent Fruchtanteil in Form von Fruchtsaft, Fruchtfleisch oder Fruchtmark enthalten. Milcheis besteht überwiegend aus Milch und mindestens 10 Prozent Milchfett. Sorbet kommt ohne Milch aus und beinhaltet einen besonders hohen Fruchtanteil. Wassereis hingegen besteht hauptsächlich aus Wasser, Zucker, Farb- und Aromastoffen.
Speiseeis ist ein Lebensmittel, bei dem der Genuss im Vordergrund steht.
In vernünftigen Mengen genossen, trägt es sogar zur Lebensfreude bei. Die klassischen Favoriten Vanille, Erdbeere und Schokolade gehören zwar nach wie vor zu den beliebtesten Sorten, bekommen jedoch zunehmend Konkurrenz. Cremige Kreationen wie Walnuss, Nougat oder Cookies erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit wie fruchtige Varianten mit Zitrone, Himbeere, Mango oder Marille. Sehr gefragt sind außerdem regionale Spezialitäten mit heimischen Früchten wie etwa Holler, Zwetschke oder Kürbiskern.
Eisschlecken – ein gesellschaftlicher Kult
Eis zu schlecken ist längst weit mehr als eine kleine Erfrischung, es ist ein gesellschaftlicher Trend und ein Stück Lebensgefühl. Findige Eishersteller überraschen ihre Kunden immer wieder mit neuen und außergewöhnlichen Geschmackskreationen. Eissorten mit Chili, Spargel, Karotten, Roten Rüben, Gurken, Leberwurst, Parmesan, Blauschimmel- oder Ziegenkäse sind längst keine Seltenheit mehr. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach handwerklich hergestelltem Bauernhof-
eis aus regionalen Zutaten und nachhaltiger Produktion. Darüber hinaus verfeinert Eis zahlreiche Desserts von Waffeln und Palatschinken über Kuchen, frisches Obst bis hin zu warmen Schokoladeküchlein oder Apfelstrudel. Auch Milchshakes, Eiskaffee und Eisschokolade wären ohne Eis nicht vorstellbar. Kaum ein anderes Lebensmittel verbindet Genuss, Tradition und Innovation auf so vielfältige Weise wie Speiseeis.
Regenbogeneis
- Erdbeeren
- 1 EL Erdbeermarmelade
- Mango oder Marillen, Kiwi, Banane
Zubereitung
Erdbeeren, Erdbeermarmelade und ein Stück Banane pürieren. Ebenso Marillen oder Mango-Stücke mit einem Stück Banane und auch Kiwi mit einem Stück Banane pürieren. Jede Fruchtmasse abwechselnd in Schleckeisformen füllen, einen Holz-Eisstiel einstecken und über Nacht tiefgefrieren. Tipp: Gefrorenes Eis aus den Formen nehmen und evtl. an der Spitze in Schokoglasur tauchen.
Eis-Palatschinke
Aus 3 Eiern, 150 g Mehl,
200 ml Milch, 1 EL Joghurt und einem Schuss Mineralwasser einen feinen Teig mixen und in Butterschmalz dünne Palatschinken ausbacken. Die Palatschinken mit Vanilleeis füllen und zusammenschlagen. Mit Schlagobers und Schokosauce garnieren und evtl. mit gerösteten Mandelblättern bestreuen.
Gefüllte Brandteig-Krapferl mit Vanilleeis
Brandteig:
Zubereitung
Wasser, Salz und Butter aufkochen. Mehl und Speisestärke dazugeben und zu einem Knödel einkochen, bis der sich am Boden etwas abbrennt. Die Masse überkühlen lassen und die Eier mit einem Mixer in den Teig rühren. Den Brandteig in einen Spritzsack füllen, in große Muffin-Förmchen spritzen und bei 200 Grad 25 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Schlagobers, Vanilleeis und Fruchtsauce füllen.
- ¼ Liter Wasser
- Salz, 60 g Butter
- 150 g Mehl
- 50 g Speisestärke, 5 Eier
Zubereitung
Wasser, Salz und Butter aufkochen. Mehl und Speisestärke dazugeben und zu einem Knödel einkochen, bis der sich am Boden etwas abbrennt. Die Masse überkühlen lassen und die Eier mit einem Mixer in den Teig rühren. Den Brandteig in einen Spritzsack füllen, in große Muffin-Förmchen spritzen und bei 200 Grad 25 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Schlagobers, Vanilleeis und Fruchtsauce füllen.
Fitness-Becher
In einen großen Eis-Pokal 2 EL Joghurt geben, mit verschiedenen geschnittenen Früchten auffüllen und mit Eiskugeln nach Wahl auffüllen. Mit einem Schlagobers-Häubchen, einer Fruchtsauce und Granola garnieren.
Das schnellste Eis der Welt
250 g tiefgefrorene Früchte (Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Mango, Marillen, Pfirsiche),
½ tiefgefrorene Banane, Zucker nach Geschmack und etwas Schlagobers, Joghurt oder Topfen in einem hochtourigen Mixer kurz auf mixen, bis eine pastöse Masse entsteht. Die Eiscreme kurz noch tiefkühlen und in Tüten oder in einem Eisbecher anrichten.