Schritt für Schritt auf Zukunft ausgerichtet: Oberbuchstätt in Anthering
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höhe, am Antheringer Würzenberg, befindet sich der Oberbuchstättbauer, der seit 2019 von Margit und Markus Angerer bewirtschaftet wird. Der Erbhof wird bereits in der 17. Generation geführt. Markus’ Eltern bauten vor rund 25 Jahren den Bestand in einen Laufstall um. Vor rund zwei Jahren wurde die Betriebsstätte um einen Jungviehstall reicher.
„Wir führen den Betrieb aus tiefster Überzeugung biologisch“, erklärt Markus, der trotz eines schweren Verkehrsunfalls vor acht Jahren voller Tatendrang den Hof kontinuierlich optimiert und gemeinsam mit seiner Frau Margit zukunftsorientiert ausrichtet. „Eine gelebte Kreislaufwirtschaft ist uns wichtig. In der Zucht setzen wir auf eine vitale, inhaltsstoffbetonte Herde bei durchschnittlicher Leistung (Anm.: rund 3 kg Kraftfutter pro Tag) und langer Nutzungsdauer“, so Markus.
Der Eigenbestandsbesamer paart nach und nach passende Fleckviehkalbinnen mit Jerseystieren an: „Die kleinrahmige Rasse schont die Grasnarbe der Weide und punktet gleichzeitig mit hohen Fett‑/Eiweißgehalten“, beschreibt Markus. Passend zur Weidesaison kalben die Kühe saisonal ab.
Neuer Jungviehstall
Da der Platz für die Aufzucht im Bestand allmählich knapp wurde, entstand im Jahr 2024 ein neuer Offenfrontstall für das Jungvieh (20 x 10 Meter). Eine flexibel ausgestattete Gruppenhaltung auf Tretmist und vor allem die Automatisierung hatten in der Planungsphase höchste Priorität. Die Überlegungen wurden mit der „Strohmatic“ realisiert, die mit einem E‑Stapler platz‑ und kräftesparend von der Strohbühne befüllt wird.
Die Tretmistfläche ist in Richtung des Auslaufs geneigt, wo der Mist mittels Schrapper in eine Mistlagerstätte befördert wird. Dieser Dung kann sowohl in die Güllegrube eingemischt als auch als Festmist ausgebracht werden. Diese Variante spart vor allem benötigten Gülleraum und bietet gleichzeitig hohen Liegekomfort. Eine 48‑kWp‑Photovoltaikanlage samt 40‑kW‑Speicher und der Pferdestall sind Teil der Investition.
Eine zentrale Hackschnitzelheizung heizt sämtliche Gebäude. Ein 200‑kW‑Heizregister wird von derselben zur Heubelüftung mit Wärme beschickt.
Den jungen Landwirten ist es besonders wichtig, ihre Tochter in den Arbeitsalltag einzubinden, um schon jetzt die nächste Generation für ihre Leidenschaft zu begeistern. Zukünftige Projekte umfassen den Ausbau des Stromspeichers zur Energieautarkie sowie die Erweiterung der Vermietung durch weitere Wohnungen.
Betriebsspiegel
Familie: Markus (29), Betriebsführer, gel. Elektriker, landw. Facharbeiter; Margit (26), Radiologietechnologin, Absolventin HBLA Ursprung; Alexandra (1) und Altbauer Paul (72);
Betrieb: Bio-Milchviehzucht (7.000 kg Durchschnittsleistung) im Vollerwerb und Vermietung von drei Wohnungen; 37 ha mehrmähdiges Grünland (davon 23 ha gepachtet), 4 ha Wald; Vieh: 31 Milchkühe (Fleckvieh und Fleckvieh/Jersey), 32 Kalbinnen und Kälber, 2 Pferde (Noriker und Haflinger x Pony), 10 Hühner, 200 Forellen im eigenen Fischteich; Streuobstverkauf; Milchanlieferung an die SalzburgMilch (Gold-Standard); Mitglied beim Arbeitskreis Milch und LKV