Regen bringt neues Wachstum ins Grünland - Übers Feld g´redt
Die Niederschlagsdefizite des Frühjahrs und besonders der vergangenen Wochen haben viele Grünlandbestände in eine Wachstumsruhe versetzt. Wobei auf südexponierten und seichtgründigen Flächen Teilbereiche auch bereits braun wurden. Das bedeutet jedoch nicht automatisch abgestorbene Pflanzen. Gräser verlagern in Trockenphasen ihre Reservestoffe in die Wurzel und reagieren nach den Niederschlägen nun rasch mit neuem Wachstum. Vor allem gemähte und bereits gedüngte Flächen zeigen nun gute Voraussetzungen für einen kräftigen zweiten Aufwuchs. Bei Beständen, die noch nicht gemäht wurden, sieht es folgendermaßen aus: Solange die Pflanzen noch nicht in die Blüte gelangt sind, wird sich noch zusätzlich Blattmasse bilden. Gerade diese Blätter liefern noch Menge und Qualität in Form von Energie und Eiweiß.
Bestände in Notreife bringen dagegen kaum mehr Zuwachs. Englisches Raygras reagiert hier bspw. besonders empfindlich. Obwohl es teilweise noch keine 15 cm hoch ist, hat es vielerorts bereits seine Ähre geschoben. Solche Flächen sollten zeitnah genutzt werden. Kontinuierliche Übersaaten helfen, trockenheitsgeplagte, lückige Bestände rasch zu stabilisieren und unerwünschte Arten wie den Kriechenden Hahnenfuß oder die Gemeine Rispe, die nach dem Regen rasch mit ihren Ausläufern Lücken schließen können, zurückzudrängen.