Mozart hielt sich gerne in Triebenbach auf
Die frühere Hofmark Triebenbach bei Laufen wird erstmals im Jahre 1145 genannt. Der Hofmarkherr hatte verschiedene Rechte und Pflichten wie die Polizeiaufsicht, die niedere Gerichtsbarkeit, er sammelte die fälligen Landessteuern ein, genehmigte Gewerbe, um nur einige zu nennen. 1439 wurde die Veste von Wilhelm und Sebastian Albm zum Schloss ausgebaut.
Mozarts Sommeraufenthalte auf Schloss Triebenbach
Im Jahre 1707 erwarb Georg Ulrich von Schidenhofen, salzburgischer Rat und Kapitelsyndikus, das Schloss. Schidenhofen und die Mozarts kannten sich aus der gemeinsamen Zeit in Salzburg. Mozart verbrachte seine Sommeraufenthalte auf Triebenbach. Dies belegen auch die Briefe Mozarts aus Italien und die Teilnahme der Schidenhofens im Jahre 1784 an der Verlobung von Mozarts Schwester Nannerl.
Nach der Übernahme des Landes 1816 durch Bayern und dem Tode von Joachim von Schidenhofen wurden die Ländereien und Besitztümer aufgeteilt. Die Umstände in der nachnapoleonischen Zeit waren keine guten. Joachim Ferdinand von Schidenhofens älteste Tochter Anna von Lenker verkaufte das Anwesen 1824 an den Bauern Andreas Huber.
1994 wurde Schloss Triebenbach von Marion Gräfin von Logothetti und Rudolf Logothetti erworben. Erstere ist eine Nachkommin des Joachim Ferdinand von Schidenhofen. Die ehemals vorhandenen vier Ecktürme der mit einem doppelten Wehrgang versehenen Ringmauer wurden 1824 abgebrochen. Der früher vorhandene quadratische Weiher, in dem die Anlage stand, ist jetzt ausgetrocknet. Die einst vorhandene Zugbrücke wurde ebenfalls im 19. Jahrhundert beseitigt.
Historischer Verein Oberndorf zu Besuch
Der rege Historische Verein Oberndorf hat sich zum Ziel gesetzt, Heimat- und Zeitgeschichte begreifbar zu machen. Die Bilderpräsentationen und die derzeitige Ausstellung zu 130 Jahre Ansichtskarten aus Oberndorf und Laufen sind ein Beleg für lebendige Geschichte. Nun hat der Verein nach dem Besuch des Heeresgeschichtlichen Museums in der Salzburger Schwarzenbergkaserne zu einer Visite auf Schloss Triebenbach geladen. Burgherr Rudolf Logothetti erläuterte dort in der Schlosskapelle „Maria Schnee“ die geschichtlichen Fakten. Die Oberndorfer Besucher wurden durch die drei Geschoße des Hauptgebäudes geführt.
Vom Wohntrakt im zweiten Geschoß stiegen die Besucher in den dritten Stock, wo sich ein Saal mit einer Balkendecke und Gemälden aus dem 16. und 17. Jahrhundert befindet. Dort ergaben sich viele interessante Gespräche zwischen dem Schlossherrn und einigen Oberndorfern, welche mit Rudolf Logothetti, der aus Oberndorf stammt, dort gemeinsam die Volksschule besuchten. Als sich Edmund Mielach, einer der Besucher, an den dortigen Flügel setzte und wunderbare Töne anschlug, fühlten sich viele der Besucher an Mozart erinnert, der hier musiziert hatte.
Schauplatz der Salzachfestspiele
Schlossherrin Marion Gräfin von Logothetti und ihr Gemahl Rudolf erwähnten dankbar, dass das Schloss alle Jahre die Salzachfestspiele beherbergen dürfe. Heuer ist es das
20. Mal. „Wir freuen uns schon auf die diesjährigen Festspiele. Auch in diesem Jahr führt ein Programm voller Kontraste und Emotionen die Zuschauer auf die Open-Air-Bühne, die sie hierher zieht“, so die Schlossherrin. Die Besucher erspüren dann das besondere Ambiente dieses Schlosses.