Lumpy Skin Disease: Verbreitung, Symptome und aktuelle Maßnahmen
Am 21. Juni wurde auf der Insel Sardinen in einem Rinderbetrieb der erste Fall der Lumpy Skin Disease bestätigt. Insgesamt 79 weitere Fälle auf Sardinien und ein Fall in Norditalien folgten, wobei der letzte bestätigte Fall am 30. Oktober gemeldet wurde. Über 3.500 Tiere waren von der Seuche betroffen.
Wenige Tage später wurde im Juni auch der erste Fall der Krankheit in Frankreich bestätigt. Inzwischen sind auch in Frankreich über hundert Fälle festgestellt worden, der letzte wurde am 2. Jänner 2026 im Südwesten Frankreichs gemeldet.
Anfang Oktober wurde der erste LSD-Fall in Spanien (Katalonien) bestätigt, insgesamt 18 Fälle wurden bestätigt, wobei der letzte Fall am 7. Jänner 2026 gemeldet wurde - nach über zwei Monaten ohne bestätigte LSD-Fälle! Insgesamt sind bislang über 2.600 Tiere in Spanien betroffen.
In allen betroffenen Ländern wurde in den Sperrzonen auf Notimpfungen gesetzt, um das Risiko der Weiterverbreitung der Tierseuche zu verringern.
Wenige Tage später wurde im Juni auch der erste Fall der Krankheit in Frankreich bestätigt. Inzwischen sind auch in Frankreich über hundert Fälle festgestellt worden, der letzte wurde am 2. Jänner 2026 im Südwesten Frankreichs gemeldet.
Anfang Oktober wurde der erste LSD-Fall in Spanien (Katalonien) bestätigt, insgesamt 18 Fälle wurden bestätigt, wobei der letzte Fall am 7. Jänner 2026 gemeldet wurde - nach über zwei Monaten ohne bestätigte LSD-Fälle! Insgesamt sind bislang über 2.600 Tiere in Spanien betroffen.
In allen betroffenen Ländern wurde in den Sperrzonen auf Notimpfungen gesetzt, um das Risiko der Weiterverbreitung der Tierseuche zu verringern.
Folgende Maßnahmen gelten in Österreich
Im Oktober wurde eine Kundmachung zur Festlegung von Sofortmaßnahmen gegen die Einschleppung der Lumpy Skin Disease nach Österreich veröffentlicht. Nach wie vor gelten damit strenge Maßnahmen für empfängliche Tiere, die aus bestimmten Risikogebieten nach Österreich eingebracht werden. Konkret gelten die Bestimmungen daher für Rinder, Büffel und Bisons die aus Frankreich, Italien oder Spanien nach Österreich verbracht werden. Aus den Sperrzonen in den betroffenen Ländern dürfen ohnehin keine empfänglichen Tiere verbracht werden!
Wenn die Tiere am Betrieb gehalten werden sollen (keine direkte Schlachtung) gilt folgendes:
Wenn die Tiere am Betrieb gehalten werden sollen (keine direkte Schlachtung) gilt folgendes:
- Quarantäne am Betrieb:
- Tiere aus Risikogebieten müssen 28 Tage isoliert gehalten werden, wenn sie nicht sofort geschlachtet werden.
- Während dieser Quarantäne muss folgendes eingehalten werden:
- Die Tiere müssen komplett getrennt sein von anderen Tieren am Betrieb.
- Die Behörde (Amtstierarzt/-tierärztin) untersucht und beprobt die Tiere.
- Unmittelbar nach Ankunft müssen sie mit insektenabwehrenden Mitteln (sogenannte Repellentien) behandelt werden.
- Der Schlachtbetrieb ist als "Quarantänestation" laut Weltorganisation für Tiergesundheit anzusehen und muss sich an die entsprechenden Vorgaben halten.
- Schlachtungen grundsätzlich nur erlaubt, wenn ein genehmigtes Biosicherheitskonzept vorliegt.
- Eingebrachte Tiere müssen baulich getrennt gehalten und separat geschlachtet werden ODER
- In den Betrieb dürfen keine anderen Tiere (z.B. aus Österreich) eingebracht werden, bis Reinigung & Desinfektion abgeschlossen ist.
- Schlachtung darf nur erfolgen, wenn ein Amtstierarzt/-tierärztin bei der Anlieferung anwesend war und die Tiere untersucht wurden
- Nach der Schlachtung ist eine gründliche Reinigung und Desinfektion Pflicht - und muss dokumentiert werden.
- Sofortige Reinigung & Desinfektion des Transportmittels nach dem Entladen
- Reinigung muss dokumentiert werden
- Rückfahrt in den Herkunftsstaat ohne Zwischenstopp
Lumpy Skin Disease (LSD, Hautknotenkrankheit) ist eine anzeigepflichtige, seuchenhaft auftretende Erkrankung der Rinder, die durch ein Virus verursacht wird, das nah verwandt mit Schaf- und Ziegenpocken ist. Neben Rindern, können auch Bisons, Zebus, Wasserbüffel, Altweltkamele, Giraffen und Antilopen betroffen sein. Die Krankheit führt zu hohen wirtschaftlichen Verlusten und hat massivste Auswirkungen auf den Handel.
Tritt die Krankheit auf einem Betrieb auf, müssen alle empfänglichen Tiere gekeult werden. Gleichzeitig kommt es zur Einrichtung weitflächiger Sperrzonen (siehe Grafik). Betriebe in den Zonen sind, unter anderem, von Handelseinschränkungen betroffen. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.
Tritt die Krankheit auf einem Betrieb auf, müssen alle empfänglichen Tiere gekeult werden. Gleichzeitig kommt es zur Einrichtung weitflächiger Sperrzonen (siehe Grafik). Betriebe in den Zonen sind, unter anderem, von Handelseinschränkungen betroffen. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.
Hautknoten kennzeichnen Krankheit
Die Seuche ist gekennzeichnet durch 0,5 bis 5 cm große schmerzhafte Hautknoten an Kopf, Hals, Schwanzbereich und Extremitäten. Weitere Symptome sind Fieber, stark vergrößerte Lymphknoten, erhöhter Speichel- und Tränenfluss, Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Vor allem Jungtiere und Milchrassen sind sehr empfänglich. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis vier Wochen.
Die wichtigste Rolle für die Verbreitung von Lumpy Skin Disease spielt die indirekte Erregerverbreitung durch Insekten und Milben (Vektoren), z. B. Bremsen, Fliegen, Gnitzen, Stechmücken. Die Übertragung ist auch durch direkten Kontakt, infiziertes Sperma, unbehandelte Tierhäute und Felle und deren Produkte (z.B. Jagdtrophäen), Rohfleischprodukte, Rohmilchprodukte und durch daraus gewonnenes Tierfutter inkl. Kolostrum möglich.
Die wichtigste Rolle für die Verbreitung von Lumpy Skin Disease spielt die indirekte Erregerverbreitung durch Insekten und Milben (Vektoren), z. B. Bremsen, Fliegen, Gnitzen, Stechmücken. Die Übertragung ist auch durch direkten Kontakt, infiziertes Sperma, unbehandelte Tierhäute und Felle und deren Produkte (z.B. Jagdtrophäen), Rohfleischprodukte, Rohmilchprodukte und durch daraus gewonnenes Tierfutter inkl. Kolostrum möglich.
Einschleppung nach Österreich verhindern
Da Vektoren die Hauptüberträger der Krankheit sind, erweisen sich Grenzkontrollen - wie beispielsweise beim MKS-Ausbruch in Ungarn und der Slowakei - als nicht wirksam zur Verhinderung der Einschleppung. Zum Schutz der eigenen Tiere kann aber der Einsatz von Repellentien sinnvoll sein. Tiertransporter, die aus den betroffenen Regionen nach Österreich einreisen - unabhängig davon, ob sie Tiere transportieren oder leer unterwegs sind - können Vektoren einschleppen. Daher ist unbedingt auf eine sorgfältige Reinigung und Desinfektion dieser Fahrzeuge zu achten.
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FAQs zu Lumpy Skin Disease
Um bestmöglich über die Lumpy Skin Disease aufzuklären, wurde auf der Webseite der Landwirtschaftskammer Österreich unter https://www.lko.at/faqs-lumpy-skin-disease eine eigene Infoseite eingerichtet. Darin werden im Frage- und Antwort-Format allgemeine Aspekte beschrieben, Maßnahmen aufgezeigt, um den eigenen Tierbestand LSD-frei zu halten, und über die Vermarktung von Milch, Milchprodukten und Fleisch bei einem möglichen Seuchenausbruch aufgeklärt. Ebenso finden sich auf der Seite Hinweise zu Entschädigungen und Versicherungsmöglichkeiten.
Weitere Informationen
Das Gesundheitsmisterium hat auf der Kommunikationsplattform Verbraucherinnengesundheit (KVG) eine Infoseite zur Lumpy Skin Disease eingerichtet. Die Seite ist unter Lumpy Skin Disease (LSD) - KVG zu finden. Darüber hinaus beantwortet die KVG die wichtigsten Aspekte der Krankheit im Frage und Antwort-Format unter FAQs zu Lumpy Skin Disease (LSD) - KVG
Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) stellt auf ihrer Homepage ebenfalls wichtige Informationen zur Lumpy Skin Disease zur Verfügung. Die Seite kann unter folgendem Link aufgerufen werden: Lumpy Skin Disease - AGES
Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) stellt auf ihrer Homepage ebenfalls wichtige Informationen zur Lumpy Skin Disease zur Verfügung. Die Seite kann unter folgendem Link aufgerufen werden: Lumpy Skin Disease - AGES