Loferer Metzger als Held der Vereine
„Das kann es doch nicht sein, dass Vereine ihre Freizeit opfern, aber nichts zu essen bekommen“, wiederholt Stefan Rass mehrmals im Laufe des Gesprächs. In Lofer gilt der gesellige Metzgermeister als Institution. Seit Jahrzehnten engagiert er sich als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und der Loferer Schützen aktiv im Vereinsleben. Kürzlich rückte er mit den Schützen beim großen Jubiläumsfest in Maria Kirchental aus, um Erzbischof Franz Lackner mit einer Ehrensalve zu begrüßen.
Die Messe endete um 17 Uhr, danach kehrten Vereine und Festgäste im Gasthaus ein. „Wir holten uns die Getränke selber, dafür gab es nur Selbstbedienung. Am Tisch der Schützen haben wir ein Paar Würstel bekommen“, schildert er. Während die meisten Gäste aßen, spielte die Unkener Musikkapelle ein Konzert.
Die Messe endete um 17 Uhr, danach kehrten Vereine und Festgäste im Gasthaus ein. „Wir holten uns die Getränke selber, dafür gab es nur Selbstbedienung. Am Tisch der Schützen haben wir ein Paar Würstel bekommen“, schildert er. Während die meisten Gäste aßen, spielte die Unkener Musikkapelle ein Konzert.
Frühe Sperrstunde
Die Stimmung war gut, bis nach etwa einer Stunde plötzlich die Polizei dastand“, erinnert sich Stefan. „Die Wirtsleute haben die Polizei gerufen, um die Sperrstunde durchzusetzen. Die Polizisten waren Einheimische, denen war das sichtlich unangenehm.“
Er berichtet, die Gäste seien völlig überrascht und fassungslos gewesen. „Manche, speziell die Unkener Musi, haben nichts mehr zu essen bekommen. Das hat mich geärgert, denn die haben ein Superkonzert gespielt und wie alle anderen ihre Freizeit geopfert. Ich hab‘ die Musikanten darum spontan zu mir nach Hause zum Essen eingeladen“, berichtet der 62-Jährige.
Er betont, dass die Vereine im Saalachtal ein gutes Verhältnis untereinander hätten und man sich gegenseitig unterstütze. „Darum habe ich daheim den Grill angeworfen und die Musi mit Hilfe meiner Familie verpflegt. Pater Alessio und die Schwestern von Kirchental waren auch dabei. Wir hatten dann noch einen sehr netten Abend.“
Er betont, dass die Vereine im Saalachtal ein gutes Verhältnis untereinander hätten und man sich gegenseitig unterstütze. „Darum habe ich daheim den Grill angeworfen und die Musi mit Hilfe meiner Familie verpflegt. Pater Alessio und die Schwestern von Kirchental waren auch dabei. Wir hatten dann noch einen sehr netten Abend.“
So viele Gäste spontan zu bewirten, fällt dem Profi leicht, schließlich betreibt er im Saalachtal auch ein ausgezeichnetes Catering. „Meine Frau und ich haben den Betrieb 1989 übernommen. Die 90er-Jahre waren eine harte Zeit für Metzger, viele Betriebe haben damals aufgehört. Wir haben daher ein Catering aufgebaut, dadurch konnten wir weiter bestehen.“ Die Bewirtung durch Familie Rass erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Standbein ist inzwischen so stark gewachsen, dass viele Anfragen abgelehnt werden müssen.
Großer Platzmangel
Die 1920 gegründete Metzgerei ist längst zu klein geworden. Zwar wurde das Gebäude im Laufe der Jahre immer wieder erweitert, aber nun sind die Grenzen endgültig erreicht. Die Lage im Zentrum von Lofer erschwert zudem Lieferungen und Kundenverkehr. Seit Jahren sucht die Familie daher einen neuen Standort. An der Bundesstraße zwischen Lofer und St. Martin wurde zwar ein ideales Grundstück gefunden, aber die Umwidmung durch das Land Salzburg lässt auf sich warten. „Das ist zermürbend, ich bin von der Bürokratie enttäuscht“, sagt Stefan.
„Wenn sich das noch weiter hinzieht, müssen wir überlegen, ob das Projekt überhaupt noch sinnvoll ist, denn die Zeit drängt. Am jetzigen Standort können wir nicht länger arbeiten. Die Bedingungen sind einfach nicht mehr zeitgemäß“, meint Juniorchef Andreas. Er sieht keine Alternative zu einem Neubau. Wenn die Umwidmung nicht bald erfolge, müsse er den Betrieb zusperren. „Ich bin sehr gerne Metzger, aber so vergeht einem die Freude an dem Beruf.“
„Wenn sich das noch weiter hinzieht, müssen wir überlegen, ob das Projekt überhaupt noch sinnvoll ist, denn die Zeit drängt. Am jetzigen Standort können wir nicht länger arbeiten. Die Bedingungen sind einfach nicht mehr zeitgemäß“, meint Juniorchef Andreas. Er sieht keine Alternative zu einem Neubau. Wenn die Umwidmung nicht bald erfolge, müsse er den Betrieb zusperren. „Ich bin sehr gerne Metzger, aber so vergeht einem die Freude an dem Beruf.“