Lebensfrage: Sorgen um Hofübergabe
Ich lebe mit meinem 32-jährigen Sohn und meiner Mutter am Hof. Seit vielen Jahren bin ich geschieden und ich bin so voller Sorgen, weil ich nicht weiß, wie es mit dem Hof weitergehen soll. Mein jüngerer Sohn lebt mit seiner Freundin im Nachbarort. Mein älterer Sohn hat den Hof gepachtet und wäre als Nachfolger vorgesehen. Allerdings zweifle ich zunehmend daran, ob eine Hofübergabe derzeit sinnvoll wäre. Ich habe den Eindruck, dass er sehr sorglos mit Geld umgeht und immer wieder neue Kredite aufnimmt. Die Vorstellung, dass dadurch die Zukunft des Hofes gefährdet sein könnte, belastet mich. Meine Mutter wird demnächst ins Altenheim übersiedeln. Danach werde ich mit meinem Sohn allein am Hof leben, und davor habe ich richtig Angst. Unser Zusammenleben ist in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden. Er kritisiert und beschimpft mich häufig, nichts kann ich ihm recht machen. So kann es für mich nicht weitergehen. Manchmal denke ich sogar daran, den Pachtvertrag aufzulösen, den Hof zu verkaufen und mir eine Wohnung zu suchen, um endlich zur Ruhe zu kommen. Haben Sie einen Rat für mich?
Gemeinsam Lösungen finden
Aus Ihrem Schreiben wird deutlich, wie sehr Sie die derzeitige Situation belastet. Sie sorgen sich um die Zukunft des Hofes, fühlen sich durch das Verhalten Ihres Sohnes verunsichert und erleben im Alltag wenig Wertschätzung. Besonders wichtig erscheint mir, dass Sie Ihre Angst vor dem künftigen Zusammenleben mit Ihrem Sohn ernst nehmen. Möglicherweise befindet sich Ihr Sohn in einem Spannungsfeld zwischen seinem Wunsch nach eigenständiger Lebensführung und der Realität. De facto haben Sie als Eigentümerin die letzte Entscheidungsgewalt. Seine Reaktionen und Beschimpfungen sind dadurch nicht gerechtfertigt, könnten aber Ausdruck seiner Frustration, Unsicherheit oder dem Wunsch nach Unabhängigkeit sein. Aus dieser Dynamik kann leicht ein negativer Kreislauf werden: Je frustrierter Ihr Sohn ist, desto sorgenvoller und misstrauischer werden Sie. Je misstrauischer Sie werden, desto frustrierter wird Ihr Sohn.
Letztlich fühlen sich beide unverstanden und entfernen sich immer mehr voneinander. Um herauszufinden, was Sie und Ihr Sohn brauchen, damit eine gute Hofübergabe möglich ist, würde ich Ihnen anraten, sich Unterstützung von außen zu holen, etwa durch eine Familien-, Lebens- oder Hofübergabeberatung. Eine neutrale Begleitung kann helfen, festgefahrene Konflikte zu klären und neue Sichtweisen zu entwickeln. Sehr gerne stehe auch ich Ihnen für eine Begleitung des Gesprächs zur Verfügung. Vergessen Sie dabei nicht: Die Zukunft des Hofes ist wichtig, aber Ihre eigene Lebensqualität ebenso. Eine gute Entscheidung entsteht nicht aus Druck oder Angst, sondern aus Klarheit, gegenseitigem Respekt und dem Gefühl, mit der gewählten Lösung gut leben zu können.
Letztlich fühlen sich beide unverstanden und entfernen sich immer mehr voneinander. Um herauszufinden, was Sie und Ihr Sohn brauchen, damit eine gute Hofübergabe möglich ist, würde ich Ihnen anraten, sich Unterstützung von außen zu holen, etwa durch eine Familien-, Lebens- oder Hofübergabeberatung. Eine neutrale Begleitung kann helfen, festgefahrene Konflikte zu klären und neue Sichtweisen zu entwickeln. Sehr gerne stehe auch ich Ihnen für eine Begleitung des Gesprächs zur Verfügung. Vergessen Sie dabei nicht: Die Zukunft des Hofes ist wichtig, aber Ihre eigene Lebensqualität ebenso. Eine gute Entscheidung entsteht nicht aus Druck oder Angst, sondern aus Klarheit, gegenseitigem Respekt und dem Gefühl, mit der gewählten Lösung gut leben zu können.
Schreiben Sie uns:
Lebensqualität Bauernhof,
Kennwort ,,Lebensfragen"
LK Salzburg
Tel. 0664/4105065
lebensfragen-bauernhof@lk-salzburg.at
Diese Form der Beratung ersetzt in keinster Weise ein persönliches Gespräch mit der Beraterin. Wir bitten um Verständnis, dass Karin Deutschmann-Hietl nicht alle Briefe persönlich beantworten kann.
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