Jede Nutzung formt ihren Bestand - Übers Feld g´redt
n der ertragsbetonten Grünlandwirtschaft sind mit gräser- und leguminosenreichen Beständen bei entsprechender Düngung Grundfutterleistungen von 6.000 kg Milch und sogar darüber möglich, was den Stellenwert eines stabilen Pflanzenbestandes unterstreicht.
Mit steigender Nutzungshäufigkeit für hohe Energie- und Eiweißerträge bis Ende des Ähren-/Rispenschiebens des Leitgrases verändert sich die Zusammensetzung des Bestandes unweigerlich. Diese Entwicklung sollte aktiv begleitet oder zumindest beobachtet werden, um bei Bedarf beispielsweise mit Übersaaten eingreifen zu können. Besonders deutlich zeigt sich der Effekt erfahrungsgemäß beim Schritt von drei auf vier Hauptnutzungen in mittleren Lagen, da die natürliche Versamung über die Jahre nur mehr eingeschränkt stattfindet.
Dreischnittwiesen sind daher meist artenreicher und bieten auch Blütenpflanzen durch geringeren Konkurrenzdruck günstigere Bedingungen. Solche Wiesen (keine Dauerweiden) können im Rahmen der ÖPUL-Maßnahme HBG bis 15. April noch als „Artenreiches Grünland (AGL)“ beantragt werden. Zusätzliche Prämien von bis zu 262 Euro je Hektar sind möglich. Voraussetzung ist eine jährliche Begehung vor dem ersten Schnitt und die Dokumentation von mindestens fünf Arten aus einer Kennartenliste. Werden die Arten doch nicht gefunden, gibt es keine Sanktionen. Weitere Informationen gibt es bei den BBKs.
Mehr Informationen zur Beantragung und zur Kennartenliste siehe Link unten.