Holzbau stärken heißt Regionen stärken
Anlässlich der Woche des Waldes von 8 bis 14. Juni unter dem Motto „Wald und Wirtschaft“ wird die Bedeutung der Waldbewirtschaftung für die heimische Volkswirtschaft besonders hervorgehoben. Der bewirtschaftete Wald ist Ausgangspunkt für 43,1 Milliarden Euro Wertschöpfung und 440.000 Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette Forst und Holz inklusive der vor- und nachgelagerten Sektoren in Österreich. Darüber hinaus werden 29,2 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben unmittelbar und mittelbar durch die Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft generiert. Das entspricht 12,3 % der Staatseinnahmen.
Waldbesitzer brauchen Vertretung
Auf Basis dieser bedeutsamen Wirtschaftszahlen ist es umso wichtiger, dass die heimischen Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen entsprechend unterstützt und vertreten werden. Es braucht Rahmenbedingungen, die zur Waldbewirtschaftung und Holznutzung motivieren. Neben der forstlichen Beratung dürfen auch forstliche Förderungen wie der Waldfonds nicht in Frage gestellt werden. Nur durch entsprechende Unterstützungen ist es den Waldbewirtschaftern möglich, ihren Wald rechtzeitig an die veränderten Klimabedingungen anzupassen. Die fortschreitende Klimaerwärmung hat auch Einfluss auf den Wirtschaftserfolg von Waldbesitzern. Schadereignisse und Klimaanpassung kosten Geld. Damit der heimische Wald die vielfältigen Leistungen für die Gesellschaft auch künftig liefern kann, braucht es daher auch ein klares politisches Bekenntnis zur aktiven Waldbewirtschaftung und entsprechende finanzielle Mittel.
Rudolf Rosenstatter, Obmann WV Salzburg
Offensive zur Holzverwendung
Darüber hinaus braucht es gerade jetzt eine Holzverwendungsoffensive. Wird mehr Holz für die stoffliche und energetische Verwendung gebraucht sowie in Form von Holzbau eingesetzt, hat das neben den Klimaeffekten natürlich eine positive Auswirkung auf den Holzmarkt. Davon profitieren die ganze Gesellschaft und auch die Waldbewirtschafter. Die öffentliche Hand baut in Salzburg bereits über 66 % der Gebäude in Holz- und Holzhybridbauweise. Problemkind bleiben die mehrgeschoßigen Wohnbauten mit deutlich unter 10 % Holzbauanteil. Gerade hier braucht es Anreize für mehr Holzeinsatz. Dadurch wird Wertschöpfung generiert und Ertrag bringende Waldbewirtschaftung ermöglicht. Um die Bedeutung der Salzburger Forstwirtschaft für die Gesellschaft, gerade auch für die Stadtbevölkerung, sichtbar zu machen, wurden deshalb anlässlich der Woche des Waldes von Landwirtschaftskammerpräsident Rupert Quehenberger, Waldverbands-Obmann Rudolf Rosenstatter und Vizebürgermeister Florian Kreibich am Gaisberg symbolisch drei Eichen gepflanzt. Das Ziel muss sein, dass Holzverwendung und Waldbewirtschaftung auch in der Gesellschaft wertgeschätzt werden und entsprechende Anerkennung erhalten.