Es war früher ein Abrackern bis zum Umfallen
Dennoch verstanden es die Menschen am Hof, vom Bauern, der Bäuerin bis zum Knecht und der Dirn, diese wenigen Stunden so zu nutzen, dass sie einen Erholungswert darstellten.
Wenig Freizeit
Vieles wurde in der Gemeinschaft gemacht, vom Musizieren und Singen über die schöne Gestaltung von kirchlichen und weltlichen Ereignissen bis zur Brauchtumspflege, in der die ländliche Bevölkerung stets gestaltend eingebunden war. Wenn man ältere Menschen erzählen hört, so waren es oft nur Stunden, die man von der harten Arbeit loskam. Freilich gab es auch Sonntage und Feiertage, an denen man sich im Wirtshaus oder manchmal sogar beim Fensterln traf. Mit der Verbreitung des Fahrrades wurden die Menschen auf dem Lande mobiler und man konnte sich auf größere Entfernungen begeben.
Zechen trafen sich zum Raufen
Wenig ist aus früheren Tagen von Salzburgs Höfen in der Freizeit bekannt. Lediglich aus dem an den Flachgau angrenzenden Innviertel sind viele Episoden überliefert, die sich auch im Salzburgischen abspielten. Bei Kirtagen und Hochzeiten traten die Innviertler Burschen in „Zechen“ auf und provozierten zum rudelweisen Raufen. So manche Wirtshauseinrichtung ging dabei zu Schaden. Aber: A Gaudi war‘s auf alle Fälle für die einen, die anderen hatten allerdings den Schaden. Die Zechen waren Burschenvereinigungen meist aus einem Dorf, die sich schon vorher ausmachten, wo sie gezielt auftraten. Begonnen hatte es damit, dass sie sich Mädchen einer anderen Zeche holten und brutal in den Tanz hineintanzten. Absicht war dann, eine Rauferei zu beginnen.