Die Imkerei ist ein Teil der Landwirtschaft
Landwirtschaftskammer-Präsident Rupert Quehenberger und der Flachgauer Bezirksobmann Michael Schmidhuber trafen sich mit dem Landesobmann der Salzburger Imker, Andreas Brieger, und dem Laborleiter des Imkerhofes Salzburg, Dipl.-Biol. Christian Steube, zu einem Arbeitsgespräch.
Wichtige Themen bei diesem Gespräch waren die Wanderung mit Bienenvölkern zur Honiggewinnung, gesetzliche Grundlagen für die Bienenhaltung in Salzburg, das Marketing für Honig und Bienenprodukte sowie die zunehmenden Schwierigkeiten der Imkerei im Allgemeinen. Zuletzt gab es große Aufregung über das Auftreten der Asiatischen Hornisse in Salzburg, zu der die Landwirtschaftskammer und der Verband zusammen eine landesweite Info-Kampagne durchgeführt haben.
Der Landesverband für Imkerei und Bienenzucht mit Sitz in Koppl ist der zuständige Fachverband für die Bienenhaltung innerhalb der Landwirtschaftskammer. Als Teil der Landwirtschaft sind die Salzburger Imker mit den Salzburger Landwirten sehr eng verbunden und aufeinander angewiesen, so der Konsens zwischen Landesobmann Brieger und Präsident Quehenberger. „Klimaveränderungen, Wetterkapriolen, Bienenkrankheiten, invasive Schädlinge und besonders die Honigverfälschungen bereiten den Imkern derzeit viel Kopfzerbrechen und stellen den Landesverband vor große Herausforderungen“, so der Laborleiter Steube. Diese Veränderungen in der Imkerei zeigen sich mannigfaltig und können nachhaltig nur durch die Zusammenarbeit zwischen den Landwirten und Imkern bewältigt werden.
In den letzten beiden Jahren blieb die Honigernte leider fast landesweit aus. 2024 war der Meliezitosehonig (Zementhonig) dominant und 2025 blieb die Honigernte bis auf die Almgebiete flächendeckend aus. Besonders hervorzuheben sind auch jene Landwirte, die mit den Imkern über die Mähzeiten sprechen. Wird bei Vollblüte untertags gemäht, kann eine beträchtliche Menge an Bienen verenden, was dem Bienenvolk stark schadet. Bei einer Anpassung der Mähzeit entsteht kein Schaden am Bienenvolk. Dafür sind die Salzburger Imker sehr dankbar. Die Salzburger Imker setzen auf Zusammenarbeit auf Augenhöhe, nur so, sagt Brieger, könne man gut und gestärkt gemeinsam in die Zukunft blicken.