Worauf muss bei Düngekalk geachtet werden - Übers Feld g´redt
Beim Düngekalk entscheidet nicht nur die ausgebrachte Menge, sondern vor allem die Qualität. Zwei Produkte können bei gleicher Aufwandmenge unterschiedlich schnell und unterschiedlich stark wirken. Ein zentraler Qualitätsparameter ist die Mahlfeinheit. Je feiner der Kalk vermahlen ist, desto größer ist seine Oberfläche und desto schneller kann er im Boden reagieren. Als guter Richtwert gelten:
- 100 Prozent der Bestandteile unter 1 Millimeter
- mindestens 80 Prozent unter 0,3 Millimeter
Ein einfacher Praxistest: Gut vermahlener Kalk fühlt sich eher wie Mehl als wie Sand an. Ebenso wichtig ist der Calciumcarbonat-Gehalt. Ein hochwertiger kohlensaurer Kalk sollte mindestens 90 Prozent CaCO3 enthalten. Je höher der Anteil, desto größer ist die neutralisierende Wirkung je Tonne. Auch der Magnesiumgehalt muss zum Boden passen. Viele unserer Grünlandböden sind bereits ausreichend oder hoch mit Magnesium versorgt. In diesem Fall bringt magnesiumhaltiger Kalk sogar Nachteile für die Bodenstruktur.
Vor dem Kauf sollten daher Mahlfeinheit, CaCO3-Gehalt und Bodenwerte geprüft werden. Diese Faktoren sagen mehr über die tatsächliche Wirkung aus als der Preis pro Tonne.
Wie hoch der tatsächliche Kalkbedarf ist und ob magnesiumfreier Kalk benötigt wird, lässt sich nicht von außen beurteilen und kann nur eine aktuelle Bodenuntersuchung zeigen.