Wiesenchampignons: Verzehr und Futterernte meist unproblematisch - übers Feld gred´t
Der Wiesenchampignon ist ein ungiftiger Wiesenpilz. Heuer ist er auf vielen Wiesen und Weiden besonders häufig zu finden. Das ist trotz des trockenen Jahres kein Widerspruch: Der eigentliche Pilz, das Pilzmyzel, lebt im Boden und überdauert niederschlagsarme Perioden gut. Treffen nach längerer Trockenheit ausreichend Feuchtigkeit und milde Temperaturen zusammen, kann die Bildung der sichtbaren Fruchtkörper besonders auf extensiveren Flächen rasch einsetzen – wie derzeit vielerorts zu beobachten ist. Auf Weiden sind Wiesenchampignons aus landwirtschaftlicher Sicht kaum ein Problem. Die Tiere selektieren ihr Futter und fressen die Pilzkörper in der Regel nicht.
Beim Eingrasen ist diese Selektion schwieriger. Bei einem normalen Vorkommen sind jedoch auch hier keine Probleme zu erwarten bzw. nicht bekannt, da die Pilzmasse nur einen kleinen Anteil des Gesamtertrags ausmacht. Gleiches gilt für Heu. Grundsätzlich ist denkbar, dass bei einem kleinräumig sehr starken Vorkommen eine gleichmäßige Konservierung in einem Siloballen erschwert wird. Dadurch könnten sich unerwünschte Mikroorganismen entwickeln, die die Futterqualität negativ beeinträchtigen. Ein übliches Vorkommen von Wiesenchampignons allein ist jedoch normalerweise kein Grund, von einer problematischen Silierung auszugehen.