Wassermangel: Förderung für Brunnen, Quellen, Speicher und Leitungen
Die anhaltende Trockenheit ist insbesondere für landwirtschaftliche Betriebe, die nicht an das öffentliche Wasserversorgungsnetz angeschlossen sind, eine Herausforderung. Bei Wassermangel können sich die Bäuerinnen und Bauern an das Land Salzburg und die Landwirtschaftskammer wenden. Hier erhalten sie eine umfassende Beratung zu allen verfügbaren Förderungen der öffentlichen Hand.
Das Land Salzburg fördert beispielsweise gemeinsam mit dem Bund Einzelwasserversorgungsanlagen. Diese sind ein wesentlicher Eckpfeiler in der Sicherung der Wasserversorgung am Hof.
Rupert Quehenberger, Präsident LK Salzburg
„Wenn am Hof das Wasser fehlt, geht es um die Existenzgrundlage von Menschen und Tieren. Wir stehen den bäuerlichen Familien mit Rat und Tat zur Seite und helfen, möglichst rasch eine sichere Versorgung wiederherzustellen“
Kostenlose Beratung und technische Lösungen
Über den Dachverband der Salzburger Wasserversorger erhalten die Landwirte kostenlose Beratung durch erfahrene Fachleute. Gemeinsam werden Anlagen geprüft, Schwachstellen erkannt und tragfähige Lösungen entwickelt. Die Landwirtschaftskammer unterstützt bei der Suche nach Quellen, Brunnen und technischen Lösungen und hilft beratend bei der Förderabwicklung.
Probleme frühzeitig melden
Sollten sich erste Anzeichen einer unsicheren Wasserversorgung bemerkbar machen (zum Beispiel ein unerklärliches Sinken des Brunnenstandes), appellieren Land Salzburg und Landwirtschaftskammer an die Betriebe, sich umgehend zu melden. Je früher beraten und geplant wird, desto schneller kann eine nachhaltige Lösung umgesetzt werden. Für Höfe oder auch Almen, die derzeit kein Wasser mehr haben, ist eine Versorgung sichergestellt. „Ein besonderer Dank gilt den Salzburger Gemeinden und den örtlichen Feuerwehren. Sie helfen derzeit rasch und unbürokratisch, organisieren Sofortmaßnahmen und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung von Menschen und Tieren“, sagen Maximilian Aigner und Rupert Quehenberger.
Maximilian Aigner, Landesrat
„Wasser ist die Grundlage für das Leben von Menschen und Tieren. Wir lassen die Betroffenen nicht allein und unterstützen dort, wo rasch gehandelt werden muss. Gerade dort, wo Menschen ihre Wasserversorgung selbst organisieren, braucht es verlässliche Hilfe“
Umfassendes Förderangebot
Neue Quellfassungen, Tiefbrunnen, Speicher und Leitungen sind kostspielig – rasch können so Kosten von 15.000 bis mehr als 30.000 Euro entstehen, bis das Wasser wieder fließt. Seitens des Landes Salzburg und des Bundes wird jedoch ein umfassendes Förderangebot bereitgestellt. Ein Überblick:
- Für Brunnen oder Quellen mit notwendiger Drucksteigerung bis zu maximal 5.400 Euro an Landes- und Bundesförderung.
- Für Quellen, deren Wasser durch natürliches Gefälle ohne Pumpe zum Hof oder Speicher fließt, gibt es maximal 3.000 Euro an Landes- und Bundesförderung.
- Für Wasseraufbereitung sind bis zu 1.200 Euro, für Speicher bis zu 300 Euro je Kubikmeter Nutzinhalt und bei Leitungsprojekten von mehr als 600 Metern bis zu 20 Euro je förderfähigem Laufmeter über dieser Länge vorgesehen.
- Kosten für die Planung und Bauaufsicht werden ebenso anerkannt. Für gemeinschaftliche Projekte mehrerer Höfe (Höfe in Nähe zu mehreren weiteren Wohnobjekten) gelten die Bestimmungen für Wassergenossenschaften.
- Die Summen der Beiträge sind mit den nachgewiesenen förderfähigen Firmenkosten und der maximalen Pauschalsumme begrenzt. Eine verbindliche Förderzusage ist erst nach Prüfung des Vorhabens möglich.
Antrag unbedingt vor Projektbeginn stellen
Die Abwicklung erfolgt durch das Land Salzburg und das zuständige Bundesministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Vor Baubeginn, Bestellung oder Auftragsvergabe sind Förderfähigkeit und Einreichweg mit dem Sachbereich Förderung im Referat Allgemeine Wasserwirtschaft (Kontakt: +43 662 8042-4217 oder foerderung.wasserwirtschaft@salzburg.gv.at) des Landes Salzburg abzuklären. Je nach Projekt werden Beschreibung, Pläne, Kostenschätzung oder Angebote, Bewilligungen und Nachweise benötigt. Auch die Landwirtschaftskammer hilft bei der Vorbereitung.