Vorweide für dichte und unkrautarme Bestände
Mit den warmen Temperaturen schreitet je nach Höhenlage auch die Grünlandvegetation wieder schnell voran. Der Start der Vorweide auf Dauerweiden sollte bereits mit dem Ergrünen der Grasnarbe erfolgen, sobald die Fläche ausreichend tragfähig ist. Der Verbiss durch die Weidetiere regt in erster Linie die Bestockung der Gräser an. Durch das Einkürzen des Haupttriebes werden Seitentriebe gefördert, wodurch sich eine dichtere Grasnarbe entwickelt. Gleichzeitig werden unerwünschte Pflanzen frühzeitig im Wachstum gehemmt. Scharfer Hahnenfuß und Doldenblütler wie der Bärenklau und der Wiesenkerbel können so durch diese Maßnahme beispielsweise zurückgedrängt werden. Eine frühe Beweidung drängt auch den Stumpfblättrigen Ampfer zurück, da die jungen Triebe abgefressen werden, bevor die Pflanze erneut Reservestoffe in die Wurzel einlagern kann. Es ist nicht zu erwarten, dass der Ampfer von der Fläche verschwindet, aber er wird allgemein geschwächt.
Auch wenn Spätfröste in Gunstlagen weiterhin möglich sind, unterstützt eine lockere Übersaat von 7 bis 8 kg/ha zudem die Etablierung einer dichten Grasnarbe. Mittlere bis späte Sorten des Englischen Raygrases gelten als konkurrenzstark und besonders weidetauglich.