Soziales auf Höfen hat sich verbessert
Jeder Handgriff wurde gebraucht
Kinderreichtum hatte früher starke soziale Ausprägungen. Die Kinder mussten früh in den Arbeitsalltag eingebunden werden und jeder Handgriff wurde gebraucht, kam er auch von noch so kleinen Kinderhänden und war es auch nur wenig Hilfe. Auf dem Bild oben ist dies deutlich zu sehen.
Kinderreichtum in Bauernfamilien
Neun Kinder waren in Bauernfamilien keine Seltenheit. Einerseits sind sie das „Produkt“ einer fehlenden Geburtenkontrolle, auf der anderen Seite waren sie willkommene Arbeitskräfte, die nichts kosteten, denn Knechte und Mägde waren zwar billig, dennoch kosteten sie etwas.
Für die Menschen war es aber eher schwierig, den Kindern ihre Zuneigung und Liebe zu zeigen. Sie war dennoch da.
Heute genießen Bauernkinder den gleich hohen sozialen Status wie auch andere. Jugendliche haben hohes Selbstbewusstsein erlangt, so wie Kinder von gewerblichen oder anderen Familien der Gesellschaft auch.
Für die Menschen war es aber eher schwierig, den Kindern ihre Zuneigung und Liebe zu zeigen. Sie war dennoch da.
Heute genießen Bauernkinder den gleich hohen sozialen Status wie auch andere. Jugendliche haben hohes Selbstbewusstsein erlangt, so wie Kinder von gewerblichen oder anderen Familien der Gesellschaft auch.
Wenig sinnvolle Freizeitbeschäftigungen für Mädchen
Barbara Passrugger, die „Kletterin von Filzmoos“, die auch ihre bäuerlichen Erlebnisse in Büchern niederschrieb, überlieferte besonders eindringlich, welches Verhältnis von Eltern zu Kindern bestand: „Ich wurde als letztes von acht Kindern am Rettenegghof in Filzmoos geboren. Meine Mutter starb bald nach der Geburt an Fieber. Das Skifahren wurde den Mädchen ab dem vierzehnten Lebensjahr nicht mehr erlaubt. Für Mädchen gab es damals wenig sinnvolle Freizeitbeschäftigungen. Die Leute waren der Meinung, dass die Mädchen ihre Freizeit mit Nähen und Stricken verbringen sollten."
Liebe zu zeigen war tabu
"Als Kind sah ich kein einziges Mal, wie sich zwei erwachsene Menschen, egal ob sie verheiratet waren oder nicht, umarmt hätten, andere Zärtlichkeiten oder nette Worte untereinander ausgetauscht hätten oder wir Kinder sogar gelobt oder gestreichelt wurden. Auch durften Kinder, wenn sie etwas älter waren, nicht mehr auf dem Schoß der Eltern sitzen. Liebe zu zeigen, das war damals tabu. Den Kindern, die nachfragten, woher die Kinder eigentlich kommen, wurden alle möglichen Geschichten erzählt. Die Geschichte vom Storch ist davon nur die bekannteste. Ich selbst erfuhr erst im Alter von sechzehn Jahren die Wahrheit über das Kinderkriegen.“