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Scharfer Hahnenfuß: Verschiedene Ursachen für starkes Vorkommen

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08.05.2026 | von DI Martina Löffler

Der Scharfe Hahnenfuß ist eine häufige Pflanze und in fast allen Wiesen Österreichs verbreitet. Er kommt mit verschiedenen Bedingungen und Nutzungsformen zurecht.

Bildergalerie (4 Fotos)
© Martina Löffler/LK Niederösterreich
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Der scharfe Hahnenfuß hat tief eingeschnittene, handförmige Blätter. © Martina Löffler/LK Niederösterreich
Hahnenfuß im gemähten Grünland. © Martina Löffler/LK Niederösterreich
In Weiden kann er sich der Scharfe Hahnenfuß stark ausbreiten, da er aufgrund seines unangenehmen Geschmackes nicht gefressen wird. © Martina Löffler/LK Niederösterreich
Scharfer Hahnenfuß verbreitet sich durch Samen. © Martina Löffler/LK Niederösterreich
© Archiv
© Archiv

Der Scharfe Hahnenfuß im Porträt: Eigenschaften, Verbreitung und Risiken

Der Scharfe Hahnenfuß blüht gelb, wird ca.30 cm hoch und hat tief geschlitzte Blätter. Die Blütezeit beginnt (je nach Höhenlage) Ende April. Scharfer Hahnenfuß verbreitet sich durch Samen und ist dabei relativ frühreif. Er hat einen hohen Lichtbedarf. Im frischen Zustand ist der Scharfe Hahnenfuß giftig, im Heu verliert er seine Giftwirkung, und in Silage wird diese nach etwa zwei Monaten abgebaut.

Scharfer Hahnenfuß erkennen

Typische Merkmale auf einen Blick:
  • Leuchtend gelbe, glänzende Blüten
  • Tief eingeschnittene, handförmige Blätter
  • Wuchshöhe etwa 30 cm
  • Bevorzugt sonnige, offene Standorte
  • Blütezeit: April bis Sommer (je nach Lage)

Problempflanze in Weiden

In Weiden kann er sich der Scharfe Hahnenfuß stark ausbreiten, da er aufgrund seines unangenehmen Geschmackes nicht gefressen wird. Er kann dann Samen bilden und sich so ausbreiten. Hier wäre eine wichtige Bekämpfungsmaßnahme eine Nachmahd der nicht verbissenen Stellen, spätestens in der Blüte des Hahnenfußes.

Bewirtschaftung kann Hahnenfuß begünstigen

Viel Hahnenfuß kann man in Wiesen sehen, die stark und einseitig mit Gülle gedüngt werden, und auf denen gleichzeitig der erste Schnitt eher verspätet erfolgt - oft weil es sich um feuchte Flächen handelt, die man erst im späteren Frühling befahren kann. Hier sind Nutzungshäufigkeit und Düngermenge nicht ausreichend aufeinander abgestimmt. Lösungsansätze wären eine frühere und häufiger Nutzung (wenn das möglich ist) oder aber ein anderes Wirtschaftsdüngermanagement.

Warnsignal im Grünland: Wenn der Scharfe Hahnenfuß Lücken im Bestand aufzeigt

Werden Wiesen nur mäßig gedüngt werden, und enthalten dennoch hohe Anteile am Scharfen Hahnenfuß, kann der Hahnenfuß auch anzeigen, dass die wertvollen Futtergräser, vor allem die Horstgräser, aus dem Bestand verschwunden sind. Für den lichtbedürften Hahnenfuß geeignete Bedingungen um aufzulaufen. Eine wirkungsvolle Regulierungsmaßnahme in so einem Fall ist eine Nachsaat um wieder Futtergräser in den Bestand zu bringen, die dann in Folge dem Scharfen Hahnenfuß Konkurrenz machen und ihn zurückdrängen.

Im alpinen Bereich kommt Hahnenfuß oft nach Bautätigkeiten mit Erdbewegungen vor, da er auf solchen "gestörten" Böden gedeihen kann.

Tipps gegen Hahnenfuß auf Weideflächen

  • Frühzeitig nachmähen
    Nicht gefressene Pflanzen unbedingt vor der Samenbildung mähen - sonst entsteht schnell eine große Samenbank.
  • Dichte Grasnarbe fördern
    Hahnenfuß nutzt Lücken konsequent aus. Eine stabile, konkurrenzstarke Grasnarbe ist die wichtigste Gegenmaßnahme.
  • Düngung und Nutzung abstimmen
    Ungleichgewichte (z.B. viel Nährstoff, aber wenig Nutzung) fördern Problemunkräuter.
  • Nachsaat bei Lücken
    Fehlende Futtergräser gezielt nachsäen - sie verdrängen den lichtliebenden Hahnenfuß durch Konkurrenz.
Fazit: Zusammenspiel aus Nutzung, Pflege und Konkurrenzstärkung ist für eine erfolgreiche Bekämpfung notwendig.

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