Rinderbesamungen 2025: Zunahme bei Absatz und Besamungen
Die RINDERZUCHT AUSTRIA erhebt jährlich über den Ausschuss für Besamung und Biotechnologie Daten zur Entwicklung der Rinderbesamung in Österreich. Berücksichtigt werden dabei ausschließlich jene Besamungsstationen und Zuchtmaterialdepots, die Mitglied der Organisation sind. Aktuell zählen dazu vier Besamungsstationen sowie sieben Zuchtmaterialdepots. Österreichweit verfügen insgesamt fünf Besamungsstationen und 13 Depots über eine Zulassung für den Innergemeinschaftlichen Handel gemäß EU-Richtlinie 88/407.
Samenabsatz ist österreichweit um 1% gestiegen
Im Jahr 2025 wurden österreichweit 1,207 Mio. Samenportionen verkauft. Gegenüber dem Vorjahr mit 1,194 Mio. Portionen entspricht dies einem leichten Zuwachs von etwa 12.000 Portionen beziehungsweise 1%. Während die Standorte GENOSTAR Bergland (-6.300 Portionien), caRINDthia (-400), Vorarlberg Rind (-1.400) und die LK Bgld (-400) leichte Rückgänge verzeichneten, konnten die GENOSTAR-Station in Gleisdorf (+2.200), die OÖ Besamungsstation (2.500), die Rinderzucht Tirol (+7.300), die Besamung Kleßheim (+3.500) sowie der Rinderzuchtverband Vöcklabruck (+4.800) ihre Verkaufszahlen steigern.
Den größten Anteil am gesamten Samenabsatz hatten die Besamungsstationen Hohenzell, Bergland und Gleisdorf. Über diese drei Standorte wurden knapp 800.000 Portionen und damit zweit Drittel (65,8%) aller Samenportionen vermarktet. Aufgeteilt auf die Stationen entfielen etwa 34% aller Verkäufe auf GENOSTAR, gefolgt von Hohenzell mit rund 31%. Die Rinderzucht Tirol erreichte einen Anteil von 14% bzw. die Besamung Kleßheim und caRINDthia jeweils 7%.
Den größten Anteil am gesamten Samenabsatz hatten die Besamungsstationen Hohenzell, Bergland und Gleisdorf. Über diese drei Standorte wurden knapp 800.000 Portionen und damit zweit Drittel (65,8%) aller Samenportionen vermarktet. Aufgeteilt auf die Stationen entfielen etwa 34% aller Verkäufe auf GENOSTAR, gefolgt von Hohenzell mit rund 31%. Die Rinderzucht Tirol erreichte einen Anteil von 14% bzw. die Besamung Kleßheim und caRINDthia jeweils 7%.
Rassenvielfalt in der Vermarktung
Bei den Rassen dominierte weiterhin Fleckvieh mit 806.000 verkauften Portionen, was einem Anteil von 67% entspricht. Danach folgten Weiß-Blaue Belgier mit 106.000 Portionen (8,8%), Holstein mit 104.000 Portionen (8,6%) sowie Brown Swiss mit 71.000 Portionen (5,9%). Während der Absatz bei Fleckvieh (-0,6%), Pinzgauer (-35%), Charolais (-3%), Murbodner (-9,1%) und Normande (-15%) zurückging, konnten diese bei den Rassen Holstein (+14%), Original Pinzgauer (+18%), Brown Swiss (+2%) und Weiß-Blauen Belgiern (+0,4%) und den Fleischrindern insgesamt (+0,2%) gesteigert werden.
Anteil österreichischer Samen stabil
Der Anteil an abgesetzten Samenportionen aus österreichischer Produktion lag im Jahr 2025 bei 61,6% und blieb damit nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (+0,8 Prozentpunkte). Besonders hoch war der Österreich-Anteil bei den Rassen Murbodner, Tuxer, Tiroler Grauvieh und Waldviertler Blondvieh mit jeweils 100% heimischer Herkunft. Auch Pinzgauer (97%), Original Pinzgauer (91%), Limousin (88%) und Charolais (88%) wiesen hohe Anteile österreichischer Produktion auf. Sehr gering fiel der Anteil hingegen bei Jersey (0,4%), Montbéliarde (0%), Normande (2%), Holstein (12%) und Brown Swiss (34%) aus.
Exporte deutlich gestiegen
Die Exporte von Samenportionen entwickelten mit einem Plus von 34% sehr positiv. Insgesamt wurden 947.000 Portionen exportiert, nachdem es im Vorjahr noch 707.000 gewesen waren. Die meisten Samenexporte wurden von der OÖ Besamungsstation Hohenzell mit 412.000 Portionen exportiert, gefolgt von GENOSTAR Standort Bergland mit 294.000 und GENOSTAR Standort Gleisdorf mit 230.000 Portionen. Mit Abstand am stärksten exportiert und einem Plus von 30% wurden Samen der Rasse Fleckvieh mit insgesamt rund 810.000 Portionen. Auch Brown Swiss konnte um 71% auf 82.000 exportierte Portionen zulegen. Weiters wurden 23.000 Portionen der Rasse Weiß-Blaue-Belgier, 15.000 von Limousin und 9.000 Portionen der Rasse Holstein exportiert. Den gesamten Exporten standen Importe von 463.000 Portionen gegenüber, wodurch sich eine positive Handelsbilanz von rund 483.000 Portionen ergab.
Entwicklung der Besamungen
Die Besamungsdichte blieb 2024 stabil bei 93,9% bzw. hat sich um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Grundlage dafür sind die künstlichen Besamungen bei den insgesamt 465.000 Kontrollkühen in der Milch- und Fleischleistungsprüfung. Lediglich 6,1% der Belegungen erfolgten über Natursprung.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 1,168 Mio. Besamungen durchgeführt und damit um 31.000 Besamungen beziehungsweise 2,7% mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Anteil übernahmen erneut die Eigenbestandsbesamer:innen mit 63,3% aller Besamungen. Tierärzt:innen führten 33,2% durch, während Besamungstechniker:innen auf 3,5% aller Besamungen kamen. Trotz der Zunahme im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich langfristig weiterhin ein rückläufiger Trend: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre sank die Zahl der Besamungen in Österreich um rund 100.000 beziehungsweise 7,8%. Hauptursache dafür ist der anhaltende Strukturwandel in der heimischen Rinderhaltung.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 1,168 Mio. Besamungen durchgeführt und damit um 31.000 Besamungen beziehungsweise 2,7% mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Anteil übernahmen erneut die Eigenbestandsbesamer:innen mit 63,3% aller Besamungen. Tierärzt:innen führten 33,2% durch, während Besamungstechniker:innen auf 3,5% aller Besamungen kamen. Trotz der Zunahme im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich langfristig weiterhin ein rückläufiger Trend: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre sank die Zahl der Besamungen in Österreich um rund 100.000 beziehungsweise 7,8%. Hauptursache dafür ist der anhaltende Strukturwandel in der heimischen Rinderhaltung.