Projekt "Mondsee - Meteorologische Bedingungen für die Ausbringung von Düngern"
Im Fokus - Phosphor
Modellierungen und Probenahmen (Dr. Hermann Klug, Uni Salzburg) zeigten, dass etwa 80% der jährlichen Phosphoremissionen durch Schneeschmelz- beziehungsweise durch Starkregenereignisse erklärt werden können. In Extremjahren kann der Mondsee immer wieder in den mäßigen Gewässerzustand absinken (zum Beispiel Auftreten von Purpurrotalge).
Projekt seit 2023
Dieses Projekt zum Schutz der Gewässerqualität des Mondsees wird seit 2023 gemeinsam mit der Bezirksbauernkammer Gmunden Vöcklabruck, mit den Ortsbauernobmännern beziehungsweise Vertretern aus den Ortsbauernausschüssen der Mondseelandgemeinden, dem Verein zur Regionalentwicklung Mondseeland (REGMO), dem Reinhaltungsverband Mondsee-Irrsee, der Boden.Wasser.Schutz.Beratung und GeoSphere Austria durchgeführt.
Dabei bekommen die Bäuerinnen und Bauern im Mondsee-Einzugsgebiet von April bis September täglich per WhatsApp bis spätestens 9 Uhr eine exakte Wetterprognose aufs Handy. Ziel ist, neben einer täglichen Bewusstseinsbildung, dass Düngungsmaßnahmen im Einzugsgebiet des Mondsees auch in Zeiten des Klimawandels optimal nach den aktuellen Witterungsbedingungen gesetzt werden, ohne dass Nährstoffeinträge (vorwiegend Phosphor) in den Mondsee, besonders nach Starkregenereignissen, erfolgen. Zusätzlich unterstützt die Prognose auch bei der Wahl des optimalen Erntezeitpunktes von Grünlandflächen.