Papierfabriken sichern Holzabsatz
Lengfelden eine der frühesten Papiermühlen
Das Papiermachen ist eine eigene Kunst. – Wie aus dem Holz aus den Salzburger Wäldern teure gestrichene Papiersorten entstanden: Früher hatte jede Papierfabrik ihre „Wasserzeichen“, an denen die Herkunft des geschöpften Papiers nachvollzogen werden konnte. Zu den frühesten Papiermühlen gehörte jene von Lengfelden in Bergheim, sie geht auf das Jahr 1534 zurück. Ihr Untergang war besiegelt, als die handgeschöpften Papiere jenen aus einem Endlossieb weichen musste und nicht mehr konkurrenzfähig waren. Auch wechselten oft die Besitzer, was auch zum Untergang der Halleiner Papierfabrik führte.
Die Papierfabrik in Hallein
Die Papierfabrik in Hallein war eine große Papierproduktion, die vor zehn Jahren zusperren musste. Heute besteht die Schweighofer Fiber GmbH, im Jahr 2017 an die Investorengruppe TowerBrook Capital Partners verkauft, die das Unternehmen in AustroCel Hallein GmbH umbenannte. Als Zellstoffproduzent ist die Firma nach wie vor einer der größten Industriebetriebe im Tennengau und mit 250 Arbeitsplätzen ein wichtiger Arbeitgeber.
Wichtige Holzabnehmer für Bauern
Die Mühle in Lengfelden brannte 1867 ab und Josef Rauchenbichler ließ sie wieder aufbauen, aber sie sperrte 1880 endgültig zu, wie auch die Papierproduktion.
Die Papierfabriken waren sichere Holzabnehmer für die Bauern im Umkreis; nach Hallein wurde Holz aus einem Umkreis von rd. 200 km angeliefert. Im Jahr 2003 wurden 714.000 fm Holz (vorwiegend Fichte) verarbeitet. Zum Großteil wurde Industrierestholz (Hackschnitzel) eingesetzt. Die Papierfabrik ist nicht nur Abnehmer für Holz, sondern auch Arbeitgeber im bäuerlichen Nebenerwerb.
Die Papierfabriken waren sichere Holzabnehmer für die Bauern im Umkreis; nach Hallein wurde Holz aus einem Umkreis von rd. 200 km angeliefert. Im Jahr 2003 wurden 714.000 fm Holz (vorwiegend Fichte) verarbeitet. Zum Großteil wurde Industrierestholz (Hackschnitzel) eingesetzt. Die Papierfabrik ist nicht nur Abnehmer für Holz, sondern auch Arbeitgeber im bäuerlichen Nebenerwerb.
Der Prozess der Papierherstellung
Die Papierherstellung ist ein ressourcenintensiver Prozess, bei dem Holzfasern (Zellstoff) oder Altpapier mit Wasser zu einem Brei vermischt, gereinigt, entwässert, getrocknet und geglättet werden. Der Faserstoff wird durch Siebe geleitet, gepresst und über beheizten Zylindern getrocknet, um große Papierbahnen zu erzeugen. Dabei kommen zunehmend Recyclingverfahren zum Einsatz.
- Rohstoffe und Vorbereitung: Es werden bei der Papierproduktion hauptsächlich Fichte, Tanne, Kiefer (Nadelholz für Festigkeit) sowie Buche, Birke, Eukalyptus (Laubholz) verarbeitet. Sodann wird Zellstoff/Holzstoff erzeugt: Holz wird entrindet, zu Hackschnitzeln zerkleinert und chemisch (Zellstoff) oder mechanisch (Holzstoff) aufgeschlossen, um Lignin zu lösen. Altpapier ist wichtiger Rohstoff, der gereinigt und im Deinking-Verfahren entfärbt wird. Es werden Zusätze wie Füllstoffe (Kaolin, Calciumcarbonat) beigefügt, diese erhöhen Opazität und Glätte; Leim dient der Wasserfestigkeit.
- Der Herstellungsprozess in der Papiermaschine: Beim Stoffauflauf wird ein Gemisch aus ca. 99 % Wasser und 1 % Faserstoff auf ein endloses Sieb aufgebracht. Das Wasser fließt ab, die Fasern verfilzen und bilden ein nasses Faservlies. Die Walzen pressen überschüssiges Wasser aus der Bahn. Das weitere Verfahren: Beheizte Zylinder trocknen das Papier, bis nur noch eine geringe Restfeuchte vorhanden ist.
- Sodann erfolgt die Oberflächenveredelung (Streicherei/Kalander): Stärke oder Streichfarben werden aufgetragen und das Papier wird durch Kalander (Walzen) geglättet.
- Aufrollung: Das fertige Papier wird auf Jumborollen (Tambure) gewickelt.