Moderne Technik rettet Rehkitze
Bildergalerie
(7 Fotos)
Die Retter Christoph Edenhauser und Andreas Hartl © Dürnberger
Kitz in der Box © Dürnberger
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Freiwillige, die Suchen helfen © Dürnberger
Pilot Thomas Eder © Dürnberger
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Es ist fünf Uhr in der Früh. Leichter Nebel liegt noch über den taunassen Wiesen in Saalfelden. Hanslbauer Michael Gassner will heute seine Felder mähen. Deshalb hat er die Jägerschaft gebeten, vorher nach Rehkitzen zu suchen, die sich im tiefen Gras verstecken. Andreas Hartl und sein Team sind bereits startklar. Der ehemalige Banker war vor zwei Jahren der Initiator der Rehkitz-Rettung in Saalfelden, gemeinsam mit seinen Jagdkollegen Thomas Eder und Christoph Edenhauser.
„Das war mir schon lange ein Anliegen. Früher bin ich mit dem Hund durch die Felder gegangen, aber dabei hat man kaum ein Kitz gefunden, weil die Tiere in dem hohen Gras so gut versteckt sind.“ Mit den neuen Technologien hat sich das geändert. Alle drei haben bei der Austro Control den Pilotenschein für Drohnenflüge gemacht. Die Suche testeten sie anfangs mit einer Wärmeflasche. „Man braucht schon eine gewisse Übung, um den Unterschied zwischen einem Scherhaufen und einem Reh zu erkennen“, erklärt Andi, während er das Display der Drohne prüft. Ähnlich wie bei einem Mähroboter muss er das Suchgebiet programmieren. „Die Bauern waren anfangs skeptisch, aber wir konnten sie rasch von unserem kostenlosen Angebot überzeugen. Letztendlich hatten wir so viele Anfragen, dass wir eine zweite, noch leistungsstärkere Drohne gekauft haben.“
„Das war mir schon lange ein Anliegen. Früher bin ich mit dem Hund durch die Felder gegangen, aber dabei hat man kaum ein Kitz gefunden, weil die Tiere in dem hohen Gras so gut versteckt sind.“ Mit den neuen Technologien hat sich das geändert. Alle drei haben bei der Austro Control den Pilotenschein für Drohnenflüge gemacht. Die Suche testeten sie anfangs mit einer Wärmeflasche. „Man braucht schon eine gewisse Übung, um den Unterschied zwischen einem Scherhaufen und einem Reh zu erkennen“, erklärt Andi, während er das Display der Drohne prüft. Ähnlich wie bei einem Mähroboter muss er das Suchgebiet programmieren. „Die Bauern waren anfangs skeptisch, aber wir konnten sie rasch von unserem kostenlosen Angebot überzeugen. Letztendlich hatten wir so viele Anfragen, dass wir eine zweite, noch leistungsstärkere Drohne gekauft haben.“
Starker Einsatz
Die Jägerschaft hat 20.000 Euro investiert. Das Geld kam beim Adventmarkt durch den Verkauf von Wildbret zusammen. Es wird aber nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit in das Projekt gesteckt. Wenn das Wetter passt, mähen viele Bauern gleichzeitig, dann sind die Teams stark gefordert. Andreas und seine Helfer sind an diesem Tag daher noch bei zwei weiteren Bauern im Einsatz. Sogar am Sonntag haben sie Aufträge angenommen.
Christoph und Thomas sind beide erfolgreiche Unternehmer und Familienväter, die ihre knappe Freizeit gern der Kitzrettung widmen. „Wir brennen einfach für dieses Thema“, sagen sie.
Unterstützung für Bauern
Warum sich Jäger so stark für dieses Projekt engagieren, erklärt Andreas unter anderem mit steigendem Bewusstsein für Tierschutz. „In erster Linie geht es uns darum, die Bauern zu unterstützen. Wir jagen ja schließlich auf ihrem Eigentum, das wissen wir zu schätzen“, wie er betont. „Wir sind für die Hege zuständig und freuen uns über jedes Kitz, das wir retten können.“
Zu Gerüchten, die Jägerschaft rette die Tiere nur, um mehr schießen zu können, meint er: „Für mich ist es ein Unterschied, ob ein Tier beim Mähen zerfetzt wird oder ob es fachgerecht erlegt und das Fleisch verwertet wird.“ Heuer sind die Jäger mit sechs Piloten in zwei Teams unterwegs. Freiwillige Helfer unterstützen bei der Suche, wenn eine Sichtung erfolgt. Wird ein Kitz gefunden, setzen die Retter eine Kiste über das Tier und markieren die Stelle. Nach dem Mähen wird das Kitz freigelassen, damit die Geiß es holen kann.
Zu Gerüchten, die Jägerschaft rette die Tiere nur, um mehr schießen zu können, meint er: „Für mich ist es ein Unterschied, ob ein Tier beim Mähen zerfetzt wird oder ob es fachgerecht erlegt und das Fleisch verwertet wird.“ Heuer sind die Jäger mit sechs Piloten in zwei Teams unterwegs. Freiwillige Helfer unterstützen bei der Suche, wenn eine Sichtung erfolgt. Wird ein Kitz gefunden, setzen die Retter eine Kiste über das Tier und markieren die Stelle. Nach dem Mähen wird das Kitz freigelassen, damit die Geiß es holen kann.
Andreas Hartl ist seit 48 Jahren Jäger. Seither hat sich nicht nur technisch viel getan. Auch die Situation in der Natur hat sich verändert. „Heute sind sehr viele Freizeitsportler in den Bergen unterwegs. Das birgt Konflikte, denn wir müssen unsere Abschuss-Vorgaben ja trotzdem erfüllen.“