Mit Leidenschaft einen Lebenstraum verwirklicht
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Auf über 1.000 m Seehöhe, am Bruckberg über dem Zeller Becken, hat sich Mathias Kinberger den Traum vom eigenen landwirtschaftlichen Betrieb erfüllt. Schon von Kindheit an packte ihn die Begeisterung für die Tiere. Nach dem landwirtschaftlichen Zivildienst und vielen Almsommern war für ihn die Richtung klar – so zog es ihn für das Studium der Fachrichtung Landwirtschaft nach Wien an die Boku. Seit dem Jahr 2008 übt er seinen Beruf als Lehrer an der landwirtschaftlichen Fachschule mit viel Herzblut aus – damals noch in Kleßheim und seit 2011 in Bruck.
Aktive Bewirtschaftung
Bereits ein Jahr später konnte das Mitterleithengut mit Unterstützung seiner Familie angekauft werden. Im Jahr 2014 zog er auf den Hof und betreibt seitdem die Landwirtschaft aktiv. Perfekt für die Beweidung der steilen Flächen geeignet, wurden von Beginn an Alpine Steinschafe und Tauernscheckenziegen gehalten. Mit dem Stallneubau im Jahr 2019 schuf man zudem Platz für die Original Pinzgauer Rinder, die seitdem gemeinsam mit den Schafen und Ziegen untergebracht sind. Aufgrund der Berglage wurde der Stall vierstöckig aufgebaut und bietet somit auch Platz für einen Hühnerstall mit 100 Legehennen inkl. einer Abpackstation. Im obersten Stock befindet sich eine Lagerstätte mit Heukran und einer Kaltbelüftungsbox, denn gefüttert werden im Stall ausschließlich Heu und Kraftfutter. Auf der Piffalm in Fusch, die zur LFS Bruck gehört, verbringt fast der gesamte Viehbestand von Mathias von Anfang Mai bis Ende September einen knapp fünfmonatigen Almsommer. Im Frühjahr und im Herbst werden die Tiere noch auf den Flächen rund um den Hof geweidet.
Begeisterter Züchter
Die Begeisterung für die Original Pinzgauer begleitet Mathias schon länger – bereits seit dem Jahr 2008 ist Mathias Geschäftsführer der internationalen Pinzgauer-Vereinigung. Bei seiner Zucht setzt er zunehmend auf die Hornlosigkeit. Sein Ziel ist es, pro Jahr einen Zuchtstier von der Nutzungsrasse Fleisch in Maishofen zu versteigern. Nicht nur bei den Rindern, sondern auch bei den Schafen und Ziegen ist er aktiver Teilnehmer bei verschiedensten Zuchtveranstaltungen. Bei den Alpinen Steinschafen, wo er seit dem Jahr 2021 Rassesprecher ist, sind für ihn eine hohe Fruchtbarkeit und beste Muttereigenschaften von Bedeutung. „Das Fleisch der Alpinen Steinschafe eignet sich perfekt für die Direktvermarktung“, so Mathias, der alle seine Produkte in der Metzgereigenossenschaft Bruck verarbeiten lässt und anschließend ab Hof verkauft. Als Mitglied zweier Arbeitskreise schätzt er dort den wertvollen Austausch mit Berufskollegen sowie die betriebliche Übersicht.
Am Hof wird auch eine Ferienwohnung mit zehn Betten vermietet – hauptsächlich in der Schisaison und in den Sommermonaten. Aufgrund der perfekten Lage mitten im Schigebiet brauchen die Gäste im Winter zum Teil kaum das Auto.
Betriebsspiegel
Betriebsführer: Dipl.-Ing. Mathias Kinberger (44), Boku-Absolvent (Landwirtschaft), Lehrer an der LFS Bruck, Rassesprecher der Alpinen Steinschafe, Vorstandsmitglied der Lehr- und Schaumetzgerei Bruck, Geschäftsführer der internationalen Pinzgauer-Vereinigung, Ortsbauernobmann
Betrieb: Bio-Zuchtbetrieb und Vermietung; Fläche: 4 ha mehrmähdiges Grünland (davon 0,5 ha Hutweide), Holz- und Weiderecht bei der Bruckberger Waldgemeinschaft; Vieh: 5 Original-Pinzgauer-Kühe mit Nachzucht, 12 Alpine Steinschafe mit Nachzucht, 4 Tauernscheckenziegen, 100 Legehennen, Mitglied bei: RZV, SZV, SLK, AK Züchterprofi Schafe, AK Mutterkuh, Q-Plus Schaf und Ziege, Q-Plus Rind