Milchprodukte im Trend: Käseverbrauch erreicht neuen Höchstwert
Der Durchschnittsverbrauch von Käse erreichte mit 27,8 kg pro Jahr und einem Plus von 1,3 kg bzw. 5 % gemäß den Erhebungen der Statistik Austria einen neuen Höchstwert. Ebenso gestiegen ist der Verbrauch von Joghurts und Milch-
mischprodukten, die mit einem Plus von 1,9 kg gegenüber 2025 mit 26 kg pro Person ebenfalls einen Höchstwert erreichten. Nahezu gleich blieb der Konsum von Milch mit 51,3 kg.
Der Präsident des Milchverbandes Österreich (MVÖ), Helmut Petschar, sieht darin eine Bestätigung, dass Milch und Milchprodukte im Trend liegen, sowie ein klares Signal, dass die Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie der heimischen Milchwirtschaft Wirkung zeigt
Milchprodukte treffen den Eiweiß-Trend
Die natürliche Zusammensetzung mit einem hohen Gehalt an hochwertigem Eiweiß, Kohlehydraten, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen macht Milch zu einem einzigartigen Lebensmittel. Vor allem der Trend zu eiweißbetonten Produkten hat bei den Verbrauchern neue Impulse gesetzt. „Die österreichische Milchwirtschaft konnte neben den vielen bewährten Produkten, die sich mit einem hohen Eiweißgehalt auszeichnen, mit Innovationen und neuen Produktentwicklungen diesen modernen Ernährungstrend aufgreifen“, so Petschar.
Aus der täglich angelieferten Milch wird in den Molkereien und Käsereien unter größter Sorgfalt eine große Vielfalt an hochwertigen Milch- und Käseprodukten hergestellt, begleitet von durchgängigen, strengen Qualitätssicherungssystemen. Die heimischen Milchprodukte zeichnen hohe Nachhaltigkeitsstandards aus: Dazu zählen der Verzicht auf Gentechnik, hohe Fütterungs- und Tierwohlstandards, die Produktion in kleinen und mittleren familiengeführten Betrieben, der EU-weit mit Abstand höchste Bioanteil sowie eine angepasste Zucht und standortangepasste Tierhaltung. Mit Heumilch und weiteren Projekten wie der Biowiesenmilch wurden zudem regionale Programme entwickelt. Zusammen ergeben diese Maßnahmen gemäß einer Studie des Joint Research Centers der EU die EU-weit besten Klimaschutzwerte.
Milchbauern brauchen Unterstützung
20.800 Milchbauern legen mit ihrer tagtäglichen Arbeit die Basis dafür, dass Milch und Milchprodukte in höchster Qualität zu den Konsumenten kommen. Die heurige Dürre stellt viele Milchbauern vor existenzielle Schwierigkeiten. Hilfsprogramme sind dringend notwendig, um in vielen Regionen die Futtergrundlage über den Winter sicherstellen zu können, werden aber nur einen Teil der Mehrbelastungen und höheren Kosten abfangen. Petschar sieht daher die gesamte Lebensmittelkette, besonders auch die Partner im Handel und die Konsumenten, gefordert, beim Einkauf verstärkt auf heimische Qualität zu achten und damit die Ernährungssicherheit dauerhaft sicherzustellen.