Luzerne und Rotklee trotzen der Trockenheit
Wer in trockengefährdeten Lagen Ackerfutterbau betreibt, kann Ertragsausfälle durch Luzerne- oder Rotkleegras abfedern. Während die Gräser in vielen Feldfuttermischungen unter Trockenstress leiden, erschließen die tiefwurzelnden Leguminosen Wasser aus tieferen Bodenschichten.
In der Fütterung ist zu beachten, dass Luzerne und Rotklee neben hohen Eiweißgehalten oft auch hohe Kaliumgehalte von bis zu 30 g/kg Trockenmasse aufweisen. Hohe Anteile in der Ration können insbesondere bei trockenstehenden Kühen Stoffwechsel- und Geburtsprobleme wie Milchfieber, Festliegen oder Nachgeburtsverhalten begünstigen. Deshalb sollten leguminosenreiche Rationen mit energiereichen Futtermitteln wie Maissilage oder Kraftfutter sowie strukturwirksamen Komponenten wie Heu oder Stroh ergänzt werden.
Besonderes Augenmerk ist auf eine ausreichende Magnesiumversorgung sowie eine bedarfsgerechte Calciumversorgung zu legen. Futteranalysen und Rationsberechnungen sind dabei unverzichtbar. Dies gilt auch beim Einsatz von Luzernepellets. Einen Hinweis auf erhöhte Kaliumgehalte kann bereits die Bodenuntersuchung liefern, wenn Kalium in den Gehaltsstufen D oder E vorliegt. Da Grünlandpflanzen Kalium in hohem Ausmaß aufnehmen können, empfiehlt sich insbesondere bei Trockenstehern eine Kontrolle der Futterwerte.