Leder kommt nie aus der Mode
Bildergalerie
(6 Fotos)
Mit Maschine bestickte Ranzen © Dürnberger
Herbert Eigner in seiner Werkstatt mit Metallschablonen © Dürnberger
Schablonen zum Zuschnitt für Leder © Dürnberger
Metzgertaschen © Dürnberger
© Dürnberger
© Dürnberger
Bereits mit 14 Jahren schneiderte Herbert in Papas Werkstatt. „Mein Vater war gelernter Handschuhmacher, daher bin ich mit der Verarbeitung von Leder aufgewachsen“, erzählt er. Die Oma hatte bereits Lederhandschuhe in Lohnarbeit genäht, der Vater machte sich dann selbstständig. Vor genau 50 Jahren errichtete er in Glanegg seinen Betrieb, den Herbert im Alter von 19 Jahren übernommen hat.
Boomende Tracht
„Damals boomte Trachtenmode und passende Accessoires waren sehr gefragt“, berichtet der geschickte Handwerker, der sich daher auf die Anfertigung von Trachtentaschen, Ranzen und Gürteln spezialisiert. „Das war mein Markenzeichen, da habe ich viel Herzblut hineingesteckt. Meine Metzgertaschen waren ein Verkaufsschlager“, sagt er nicht ohne Stolz.
Diese robusten Taschen bestanden ursprünglich aus Strohgeflecht, das mit Leder überzogen wurde. Sie kamen vor allem bei Hausschlachtungen zum Einsatz.
Im Laufe der Zeit haben sie sich zu einem beliebten Begleiter zur Tracht entwickelt. Herbert hat seinen Modellen statt Stroh ein modernes, praktisches Innenleben verpasst. Außen wurden sie mit den Initialen der Kunden oder anderen Verzierungen gestaltet. Besondere Applikationen hat er auch für Damengürtel entworfen. „Ich war sehr kreativ und habe immer etwas Neues ausprobiert. Viele Messingformen für die Verzierungen habe ich selber gegossen.“
Im Laufe der Zeit haben sie sich zu einem beliebten Begleiter zur Tracht entwickelt. Herbert hat seinen Modellen statt Stroh ein modernes, praktisches Innenleben verpasst. Außen wurden sie mit den Initialen der Kunden oder anderen Verzierungen gestaltet. Besondere Applikationen hat er auch für Damengürtel entworfen. „Ich war sehr kreativ und habe immer etwas Neues ausprobiert. Viele Messingformen für die Verzierungen habe ich selber gegossen.“
Bestickte Ranzen
Die Ranzen wurden mit der Hand gemacht und maschinell bestickt. „Das ist auch mit der Maschine viel Arbeit, wird dadurch aber viel präziser“, betont der Spezialist. Satteltaschen, Köcher etc. hat er ebenfalls angefertigt. Es wurden auch Tapeziererarbeiten durchgeführt, wie Sitzgelegenheiten mit Leder zu überziehen. Diese Aufträge wurden allmählich immer mehr, jahrelang hat er beides parallel gemacht. Das wurde schließlich zu aufwändig, der Betrieb ist jetzt nur noch auf Wohntextilien und Markisen spezialisiert.
Nachfolger gesucht
Von seinen drei Kindern teilt keines seine Leidenschaft für Taschen und Ranzen. Herbert sucht daher jemand, den er für dieses Metier begeistern kann und der Maschinen, Leder, Schablonen etc. übernehmen möchte. „Wer geschickt ist, kann das leicht lernen. Ich würde Interessenten natürlich einschulen“, betont Herbert. „Ich denke, gerade für Landwirte würde sich diese Tätigkeit gut als Nebenverdienst eignen.“
Kontakt:
Herbert Eigner
Tel. 0664/1609836
Kontakt:
Herbert Eigner
Tel. 0664/1609836