Kreuzkräuter früh erkennen und konsequent handeln - Übers Feld g´redt
reuzkräuter zählen zu den giftigsten heimischen Wiesen- und Weidepflanzen. Alle Pflanzenteile sind sowohl im frischen Zustand als auch in Heu und Silage giftig. Umso wichtiger ist das frühzeitige Erkennen und Entfernen einzelner Pflanzen. Auffällig sind die kleinen gelben Blütenkörbe, die kleinen vollgelben Margeritenblüten ähneln. Häufig werden sie mit dem Wiesenpippau verwechselt, dessen Blüten jedoch wie kleine Löwenzahnblüten aussehen.
Das Jakobskreuzkraut kommt mit den heurigen trockenen Bedingungen besonders gut zurecht und kann sich bei geringer Konkurrenz durch andere Wiesenpflanzen optimal entwickeln. Mit ihren flugfähigen Samen besiedeln die Kreuzkräuter auch über weitere Strecken Lücken in der Grasnarbe. Deshalb sollten die Pflanzen vor der Samenreife ausgerissen, ausgestochen oder zumindest gemäht und anschließend entsorgt werden. Ebenso wichtig ist es, Nachbarflächen sowie öffentliches Grün und Waldränder zu beobachten und Grundeigentümer bei einem Auftreten darauf aufmerksam zu machen.
Nur wenn alle Betroffenen an einem Strang ziehen und Maßnahmen setzen, lässt sich eine weitere Ausbreitung verhindern. Die Stärkung des Grasgerüstes durch Kalkung, bedarfsgerechte Düngung und Nachsaat hilft, Kreuzkräuter dauerhaft zurückzudrängen. Langfristig führt nur konsequentes Handeln zum Erfolg.