Kollegiales Miteinander: Junge Menschen steigen im Viehhandel ein
„Persönlich vor Ort beim Landwirt, faire und sichere Preise sowie echte Handschlagqualität – genau dafür stehen wir und genau das unterscheidet uns“, betont der Obmann der Salzburger Viehhändler, Josef Steinberger. Er und seine Berufskollegen kennen den Markt und die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern sehr genau und sie stehen laufend im Austausch. Dadurch können sie zielgerichtet beraten und passende Vermarktungswege aufzeigen.
Junge Menschen steigen ein
Besonders erfreulich: Der private Salzburger Viehhandel ist aktiver denn je. In den vergangenen Jahren haben sich mehrere junge Menschen dazu entschieden, in den Handel einzusteigen. „Das ist für alle ein Vorteil, auch für die Bäuerinnen und Bauern“, so Steinberger. Bekannterweise belebt Konkurrenz das Geschäft. „Obwohl es in Salzburg viele Händler gibt, ist es ein sehr kollegiales Miteinander, wo man sich gegenseitig auch aushilft. Viele haben sich eine Nische gesucht und auf bestimmte Kategorien spezialisiert. Das hilft, alle Tiere optimal zu verwerten.“
Ebenso freut es den Obmann, dass an den Bergheimer Handelsplatz in Kürze ein weiterer Abnehmer zurückkehren wird, der auf ein sehr gutes Netzwerk im In- und Ausland zurückgreifen kann. Der Salzburger Viehhandel hat damit viele starke Partner, um sämtliche gängigen Vermarktungsschienen anbieten zu können. Die Landwirte können selbst entscheiden, wohin und wie ihre Tiere vermarktet werden. „Unsere Mitglieder wissen genau, welche Tiere saisonal gefragt sind und wie sie bestmöglich vermarktet werden können. Und soll ein Kalb in Österreich bleiben, genügt ein Vermerk am Lieferschein. Über die Ohrmarkennummer kann anschließend jederzeit über die eAMA der weitere Weg nachvollzogen werden.“
Beim Geschäftsabschluss gilt: Vereinbarte Preise haben Bestand! Der Salzburger Viehhandel setzt hier auf Transparenz und Verlässlichkeit. Durch das dichte Netzwerk an Partnerbetrieben in Österreich werden 99 % der Stechkälber, etwa Holstein-Kälber, zu fairen Preisen im Inland vermarktet. Lange Transportwege oder Exporte können dadurch großteils vermieden werden.
Regionalität als Ass im Ärmel
Für den Obmann ist außerdem klar: Die hohe Qualität der heimischen Produktion ist ein großer Vorteil. Und noch ein Thema ist dabei sehr wichtig: In ganz Europa debattiert man derzeit darüber, wie man für Krisenzeiten die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln verbessern kann. „Wir leben in Salzburg vor, dass es in erster Linie vertrauensvolle Beziehungen und einen direkten Kontakt zwischen den Abnehmern und Verarbeitern und den Bäuerinnen und Bauern braucht. Die Corona-Zeit war hier ein guter Testlauf und es hat sich gezeigt, dass eine gute Geschäftspartnerschaft auf regionaler Ebene auch in schwierigen Zeiten funktioniert.“