Klosterarbeiten immer schön anzusehen
Besonders im Alpenraum sind der barocke und hochbarocke Stil ausgeprägt. Das zeigt sich in der Architektur an den vielen Kirchen mit ihren Zwiebeltürmen, den Schlössern und an den bäuerlichen barocken Verzierungselementen an den Bundwerkstadeln.
"Schöne Arbeiten"
Ein besonderes Genre stellen die Klosterarbeiten in ihrer nahezu unüberschaubaren Vielfalt und den verschiedenen Ausprägungen dar. Klosterarbeiten, früher auch „Schöne Arbeiten“ genannt, zählen zu der Gruppe von Devotionalien, das sind Gegenstände, die der Andacht und Förderung der Frömmigkeit dienen.
Klosterarbeiten entstanden in Frauenklöstern
Klosterarbeiten entstanden im 18. Jahrhundert vorwiegend in Frauenklöstern und adeligen Damenstiften. Es entwickelte sich ein vielseitiges Kunsthandwerk bis hin zur Kunst. Fantasie, die Beherrschung vieler Techniken, die Verarbeitung verschiedener Materialien und vor allem Geduld sind die Voraussetzungen für das Gelingen dieser schönen Arbeiten.
Verschiedenste Ausprägungen
Es entstanden Reisealtärchen, Wachschristkindl, sogenannte Fatschenkindl, Altarpyramiden, Brautkronen, Prozessionsfiguren, Wachsmedaillone, eingerichtet in Glasflaschen, Stoffklebearbeiten, Pergamentminiaturen und Krippenfiguren in prächtigen Gewändern.
Vergoldeter Draht
Hauptbestandteil einer jeden Klosterarbeit ist der vergoldete oder versilberte Bouillondraht, auch Kantille genannt. Neben dem filigranen hauchdünnen Draht in Silber, Gold, Messing oder Kupfer werden auch Perlen oder Glas- und Edelsteine in verschiedenen Größen verwendet. Beim Bouillondraht handelt es sich um einen sehr feinen, schraubenförmig gedrehten, vergoldeten oder versilberten, gesponnenen Metalldraht.