Gülle separieren - übers Feld gred´t
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Gülleseparierung kann vor allem bei der Ausbringung Vorteile bringen. Die Dünngülle ist fließfähiger und gelangt schneller in Richtung Boden – das zeigt nicht nur der Test mit der Schaltafel. Dadurch lassen sich Ammoniakverluste und Futterverschmutzung reduzieren, was gerade bei wenig Niederschlag interessant ist. In Kombination mit bodennaher Ausbringtechnik entstehen auch keine „Güllewürste“, wie die heurige Saison gezeigt hat.
Bei den Nährstoffen gibt es eine klare Verschiebung: Rund 95 % des schnell pflanzenverfügbaren Ammonium-Stickstoffs, etwa 80 % des Kaliums und 80 bis 90 % des Phosphors bleiben in der Dünngülle. Vom organischen Stickstoff gelangt etwa die Hälfte in die Flüssigphase, die andere Hälfte in den Feststoff. Damit lassen sich die beiden Fraktionen gezielt einsetzen – die Dünngülle für den schnellen Nährstoffbedarf, der Feststoff als langsam wirkender organischer Dünger.