Größtes Pferdefest im Rupertiwinkel
„Kaiserwetter“, aufgeblühte Natur, Sonnenschein, wohin man sah. Die Gastgärten in den Restaurants voller Menschen. Auf dem Stadtplatz zogen die Pferde mit Reitern, Festwägen und Kutschen vorbei.
Reiterfest zu Ehren des hl. Georg
Es ist die hohe Zeit des Georgrittes in Tittmoning. Wie alle Jahre, so führte auch heuer der Herold den langen Festzug an, und zwar in Person des 1. Bürgermeisters Andreas Bratzdrum. Es folgten die römischen Reiter und dann kam schon der Reiter in Gestalt des heiligen Georg, zu dessen Patrozinium ja dieses wunderbare Fest veranstaltet wurde. Ross und Reiter waren sich mit ihrem stolzen Auftritt ihrer wichtigen Rolle bewusst.
Dechant spendete Segen hoch zu Ross
Bei Kaiserwetter hatten sich am Stadtplatz und an den Straßenrändern draußen vor dem Laufener Tor die Zuschauer gedrängt. Nach der Stadtkapelle führten zwei Ministranten den kirchlichen Teil des Zuges an, gefolgt vom „hochwürdigen Herrn“, dem Dechant Gerhard Gumpinger, der hoch zu Ross von Eva Winter aus Kids Farm die große Menschenmenge links und rechts der Straße segnete; viele der Besucher bekreuzigten sich beim Empfang des Segens. Hinterher kamen zwei Ministranten, zwei Laternenträger, zwölf Engerl mit 13 Pferden. Den Abschluss des „kirchlichen Teiles“ bildeten die Pfarrerkutsche und das „Heiligtum“ des Georgivereins Tittmoning-Kirchheim, der festlich geschmückte Wagen mit der Darstellung der Kirchheimer Kirche und die Darstellung der Georgstatue auf zwei Wägen.
Fahnenwagen der Tittmoninger Vereine
Sodann wurde es „weltlich“, wie man in kirchlichen Kreisen zu sagen pflegt, angeführt von zwei Burgfräulein. Die nächsten Kutschen waren für die Politik reserviert: Landrat, 2. Bürgermeisterin und 3. Bürgermeister von Tittmoning, Stadtratsmitglieder, der Bezirksrat sowie auswärtige Bürgermeister genossen die Fahrt durchs Publikum. Optisch beeindruckend war in der Folge der „Fahnenwagen“ der Tittmoninger Vereine, die jeweils eine Fahne entsandten. Diese flatterten munter im Wind. Musikkapellen, Kommunionskinder, Vereinskutschen, Reitergruppen, Vereinsabordnungen, Trachtenvereine und schließlich erstmals der Historische Verein Tittmoning erwiesen dem heiligen Georg, dem Schutzpatron der Kirche St. Georg in Kirchheim, ihre Reverenz.
Einer der größten Georgiritte im Rupertiwinkel
Der Tittmoninger Georgiritt gilt als einer der größten im Rupertiwinkel. 170 Pferde, bäuerliche Reiter und Sportreiter, davon auch viele aus Österreich nahmen, daran teil. Sie kamen als Reiter, auf Wägen und in Kutschen größtenteils in ihren prächtigen Trachten. Es unterhielten zahlreiche Musikkapellen und die Trachtler zeigten ihre Schuhplattlertänze.