Gemeinsame Beschlüsse trotz hitziger Diskussion
Die Landwirtschaftskammer Salzburg hat bei der Vollversammlung am Freitag der vergangenen Woche im Heffterhof eine klare Vorwärtsstrategie beschlossen. In einer gemeinsamen Resolution, die von allen Fraktionen unterzeichnet wurde, und mit einem Grundsatzbeschluss beauftragen die Mitglieder den Präsidenten und den Kammeramtsdirektor mit der Umsetzung von Maßnahmen zur organisatorischen, finanziellen und personellen Weiterentwicklung der Interessenvertretung. LK-Präsident Rupert Quehenberger: „Ziel ist es, die langfristige finanzielle Stabilität der Landwirtschaftskammer sicherzustellen, nur so können wir die hohe Beratungsqualität für die Mitglieder gewährleisten. Durch eine klare Führungsstruktur und zeitgemäße Managementinstrumente schaffen wir künftig mehr Transparenz für unsere Mitglieder und Partner.“
Die LK geht davon aus, dass die finanzielle Konsolidierung bis Ende 2028 abgeschlossen sein wird. Dazu müssen die Personalkosten um 500 000 Euro im Vergleich zum Stand von 1. Jänner 2026 gesenkt werden. In den kommenden Wochen werden zudem die Wirtschaftsbetriebe (Heffterhof, Besamungsanstalt und Baubüro) durchleuchtet.
Kammeramtsdirektor Franz Wieser: „Die Landwirtschaftskammer ist im Vorjahr haarscharf an einer ernsthaften finanziellen Schieflage vorbeigeschrammt. Umso wichtiger war es, sofort gegenzusteuern. Mit dem Jahresvoranschlag 2026 führen wir den Konsolidierungskurs konsequent weiter. Gleichzeitig haben wir ein klares Bekenntnis zum Bestand der Bezirksbauernkammern abgegeben und stellen das Kammeramt in der Schwarzstraße zeitgemäß auf.“ Der vom Kammeramt vorgelegte Jahresabschluss 2025 wurde von der Vollversammlung einstimmig beschlossen und die aktuell verantwortlichen Organe entlastet.
Wieser zeigt sich überzeugt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Weg der Konsolidierung mittragen. „Trotz turbulenter Zeiten leisten sie tagtäglich für die Bäuerinnen und Bauern eine sehr gute Arbeit, das zeigt auch eine zuletzt durchgeführte Umfrage. Diese Bestnoten sind Ansporn, uns weiterzuentwickeln und noch besser zu werden. Das wird uns mit der Neuorganisation gemeinsam gut gelingen“, schließt Wieser.
Parteien erhalten direkte Information
Wie die LK diese neue Transparenz leben möchte, zeigte sich bereits am Montag nach der Vollversammlung. In einem Brief werden alle Fraktionen des Salzburger Landtages für ein Gespräch in die Landwirtschaftskammer eingeladen. Dabei werden erneut die Zahlen auf den Tisch gelegt und dokumentiert, welche Leistungen die LK für das Land Salzburg erbringt. Wieser: „Wir haben mit den Beschlüssen in der Vollversammlung einen wesentlichen Schritt für die zukünftige Ausrichtung der Kammer gesetzt. Vor diesem Hintergrund ist es uns ein besonderes Anliegen, die Parteien persönlich, zeitnah und umfassend zu informieren.“