Gülle effizient nutzen - Übers Feld g´redt
Ziel ist es, Stickstoffverluste bei der Ausbringung flüssiger Wirtschaftsdünger möglichst gering zu halten. Bereits Temperaturen leicht über 20 °C und Wind führen zu erheblicher Ammoniakausgasung, besonders bei trockenen Böden.
Für eine rasche Infiltration in den Boden ist dünnflüssige Gülle entscheidend. Die Wasserzugabe ist bei ausbleibenden Niederschlägen oft nur begrenzt möglich. Eine Separation kann eine praktikable Lösung sein.
- Generell wichtige Punkte:
- Ausbringung bei kühleren, möglichst feuchten Bedingungen
- Schleppschuh mit Vorteilen bei der Düngung angewachsener Bestände
- Güllefeststoffe müssen Bodenkontakt haben
Problematisch sind verfilzte Bestände, etwa durch Gemeine Rispe oder Kriechendes Straußgras. Ohne Bodenkontakt bleiben die festen Anteile der Gülle – beispielsweise bei bodennaher Ausbringung die sogenannten „Güllewürste“ – besonders bei ausbleibendem oder wenig Regen bestehen, wachsen mit dem Bestand hoch und gelangen später ins Futter. Futterverschmutzungen reduzieren die Qualität. Fehlgärungen und weitere Qualitätsminderungen im Silo sind die Folge.
Um die Vorgaben der NEC-Richtlinie zu erfüllen, ist bei der Meldung bodennah ausgebrachter Gülle entscheidend, die tatsächlich ausgebrachte Menge vollständig anzugeben, selbst wenn diese die förderfähigen 50 m³ übersteigt.