"Fast alles lässt sich reparieren"
Antike Singer-Nähmaschinen sind eine gefragte Rarität. Meist dienen die klassischen schwarzen Modelle mit der Handkurbel nur als Deko-Artikel. Auch bei Schuhmacherin Sabrina Scharler stehen einige edle Stücke. Hier erfüllen die robusten Maschinen aber noch ihren ursprünglichen Zweck, denn die 38-Jährige repariert damit die „Patienten“ ihrer Kundschaft.
Sie stammt vom Mühleggbauer in Krimml und ihr Beruf ist so rar wie die Maschinen, mit denen sie arbeitet. Sabrina ist gelernte Orthopädie-Schuhmacherin, 2019 hat sie sich unter dem Namen „Schuhfix“ selbstständig gemacht und in Uttendorf ihr eigenes Geschäft eröffnet. Sie liebt es mit Leder zu arbeiten und stellt aus dem Material schöne Unikate wie Taschen und Mappen her, vorerst aber keine Schuhe. „Das ist zwar eine tolle Arbeit, aber mir fehlen die dafür notwendigen Maschinen, die sehr teuer in der Anschaffung sind“, erklärt die Jungunternehmerin, die daher auf Reparaturen spezialisiert ist.
Sehr häufig bekomme sie desolate Bergschuhe und Reitstiefel. „Meistens handelt es sich um klassische Verschleißerscheinungen, etwa Sohlen die sich lösen und Reißverschlüsse, die nicht mehr funktionieren.“ Aber auch moderne Sneakers brauchen ihre Hilfe.
Sabrina repariert aber nicht nur Schuhe, sondern fast alles, was aus Leder hergestellt ist. Auch kaputte Taschen, Rucksäcke, Gürtel, Glockenriemen und Hosenträger hat sie bereits gerettet, ja sogar Traktorsitze neu bezogen. „Man kann fast alles reparieren“, betont die Expertin.
„Meine Kunden sind wirklich großartig, das sind Menschen, die etwas nicht gleich wegwerfen und meine Arbeit zu schätzen wissen.“ Manche würden auch Lieblingsstücke bringen, die oft nicht mehr sehr ansehnlich und kaum noch zu retten seien. „Wenn es möglich ist, repariere ich diese Sachen, auch wenn es sich kaum noch auszahlt.“
„Meine Kunden sind wirklich großartig, das sind Menschen, die etwas nicht gleich wegwerfen und meine Arbeit zu schätzen wissen.“ Manche würden auch Lieblingsstücke bringen, die oft nicht mehr sehr ansehnlich und kaum noch zu retten seien. „Wenn es möglich ist, repariere ich diese Sachen, auch wenn es sich kaum noch auszahlt.“
Echte Pinzgauer Doggln
Sie stellt zwar keine Schuhe aus Leder her, dafür Hausschuhe aus Stoff, die charakteristischen Pinzgauer „Doggln“. Diese Fertigkeit hat sie von ihrer Oma übernommen. „Meine Oma hat ständig Doggln gemacht. Ich habe ihr gern dabei zugeschaut, aber damals war ich leider noch nicht daran interessiert, das selber zu lernen.“ Die Oma hatte unzählige Holzleisten und Stoffe, die Sabrina geerbt hat. Um die Technik der Oma zu lernen, hat sie deren Patschen aufgeschnitten und sich so das Handwerk selber beigebracht. Ihre eigenen Doggln in allen Farben und Formen sind im Geschäft erhältlich.