Farbenpracht und Schmuckakzente für Garten und Balkon
Vieles ist bei diesen hohen Temperaturen verbrannt, Balkonkästen, Beete und Terrassengefäße stehen leer und warten darauf, neu bepflanzt zu werden. In den Gärtnereibetrieben bereiten sich die Pflanzenspezialisten langsam auf den Herbst vor und füllen ihre Glashäuser mit typischen Herbstblumen, die uns auf die kühlere Jahreszeit einstimmen. Die Herbstkisterlaktion der Salzburger Gärtner ab Mitte September bietet eine gute Gelegenheit, sich bei den Profis über die vielfältigen Möglichkeiten zu informieren, die uns die herbstliche Pflanzenwelt bietet. Mit den richtigen Pflanzen lässt sich auch nach dem Sommer noch Farbe auf Balkon, Terrasse und in den Garten bringen.
Einige davon möchte ich hier vorstellen:
Einige davon möchte ich hier vorstellen:
- Gräser: Ziergräser eignen sich hervorragend als Herbstbepflanzung. Viele sind winterhart, behalten auch bei kalten Temperaturen ihre Form und schöne Färbung und hochwachsende Sorten bieten zudem dekorativen Sichtschutz. Durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen bringen sie Bewegung und Leichtigkeit in jedes Herbstarrangement und lassen sich wunderbar mit Blühpflanzen kombinieren.
- Purpurglöckchen (Heuchera): Diese Steinbrechgewächse sind winter- bis immergrüne Stauden mit zarten Glöckchenblüten, die von Mai bis Juli in Weiß, Rosa oder Rot blühen. Besonders attraktiv sind jedoch ihre Blätter in leuchtenden Farben von Grün und Gelborange bis Dunkelrot, Silber, Violett und Bronze. Damit setzen sie auch dann noch farbliche Akzente, wenn andere Pflanzen bereits verblüht sind.
- Fetthenne (Sedum): Sie bringt mit ihren leuchtenden Blüten und ihrer robusten Art herbstlichen Touch in jedes Herbstkisterl. Sedum ist pflegeleicht, trockenheitsverträglich und bleibt lange ein attraktiver Blickfang. Gleichzeitig bietet sie Bienen und anderen Insekten auch spät im Jahr noch wertvolle Nahrung.
- Sonnenblumen: Ein klassischer Hingucker ab dem Spätsommer sind Sonnenblumen, die wie viele andere Herbstpflanzen in der späten Saison eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Insekten darstellen. In den verschiedensten Größen bringen sie mit ihren strahlend gelben Blüten Wärme und fröhliche Farbakzente in jedes Gefäß und Beet. Sie erinnern noch einmal an die sonnigen Tage des Sommers und lassen sich wunderbar mit anderen Herbstpflanzen kombinieren.
Leuchtende Farben in allen Schattierungen
Mittlerweile gibt es viel mehr als die zu Großmutters Zeiten beliebten Stiefmütterchen, Hornveilchen und Calluna oder Erika. Der aktuelle herbstliche Pflanzenmix in den regionalen Gärtnereien vereint leuchtende Farben mit interessanten Strukturen und teils winterharten Akzenten zu einem stimmungsvollen Gesamtbild, das das Lebensgefühl des Sommers noch lange in die kälter werdende Jahreszeit mitnimmt.
Cyclamen (Alpenveilchen), Celosien (Federbusch) und Astern sorgen für farbenfrohe Blüten, während Calocephalus (Stacheldrahtpflanze), Helichrysum (Strohblume) und Santolina (Heiligenkraut) mit ihren silbrigen Blättern elegante Kontraste setzen. Sternmoos, Kriechender Günsel (Ajuga) und Euphorbia (Wolfsmilchgewächse) lockern die Bepflanzung auf und schaffen natürliche Übergänge. Ergänzt durch Muehlenbeckia (Gitterkraut) und Triomix-Pflanzen entsteht ein abwechslungsreiches Herbstkisterl, das bis weit in die kühle Jahreszeit attraktiv bleibt.
Dabei sind der eigenen Kreativität kaum Grenzen gesetzt: Verschiedene Blattformen, Höhen und Farben können miteinander kombiniert werden und sorgen für ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild. Besonders schön wirken Pflanzungen, wenn neben kräftigen Herbstfarben auch silbrige, grüne oder bronzefarbene Töne zum Einsatz kommen. So wird aus einem einfachen Balkonkisterl oder Gefäß ein kleines Stück Herbstgarten.
Selbst kreativ werden
Es gibt aber noch viele weitere Möglichkeiten, um Hauseingänge, Nischen oder Wohlfühlplätzchen zu dekorieren – noch dazu günstig mit Materialien, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Gerade im Herbst bietet die Natur eine Fülle an dekorativen Materialien, die sich mit wenig Aufwand kreativ verwenden lassen. Kränze und Girlanden lassen sich beispielsweise aus getrockneten Hortensien- und Sedumblüten, Herbstblättern, Efeu und Ranken von Hopfen oder Hagebutten binden. Ein Reisigkranz aus Weinreben oder Weidenruten wird mit roten Hagebutten oder orangen Sanddornfrüchten geschmückt und am Gartenzaun oder an der Haustür befestigt. So entsteht ein ländlich-romantischer Blickfang, der gleichzeitig Vögeln Nahrung bieten kann.
Auch aus Blumenzwiebeln lässt sich ein schöner Türkranz basteln, etwa als besondere Geschenkidee. Eine Schale oder Laterne mit selbst gesammelten Nüssen, Zapfen, Äpfeln und Zierkürbissen, ergänzt durch getrocknetes Laub und eine Leinenschleife, vermittelt Wärme und Herzlichkeit. Für den Außenbereich eignen sich selbst gebastelte Mobiles als echte Hingucker: An einem knorrigen Ast werden Juteschnüre mit Tannenzapfen und zusammengebundenen Herbstblättern in Rot-, Braun- und Gelbtönen befestigt. Im Wind bewegt sich das Mobile sanft hin und her und bringt damit zusätzlich Bewegung in die herbstliche Dekoration.
Holzkisterl, Körbe oder ein alter Leiterwagen lassen sich ebenfalls mit Kürbissen, Pflanzen, Äpfeln, Nüssen und großen Chrysanthementöpfen dekorieren. Mit Pampasgras, Heu oder Stroh entsteht ohne viel Aufwand ein rustikaler Blickfang. Auch alte Gegenstände, die vielleicht schon lange im Keller oder Schuppen stehen, bekommen so eine neue und dekorative Verwendung.