Engerlingsschäden am dürregeplagten Grünland im Salzburger Land- Übers Feld g´redt
Engerlingschäden im Grünland hielten sich in den vergangenen Jahren ebenso wie stärkere Käferflüge in Grenzen. Heuer wurden bereits Ende Juli in Unken frisch verpuppte Maikäferlarven in etwa 15 cm Bodentiefe gefunden, wobei die Schadschwelle in Hanglagen mit fünf Puppen je Quadratmeter überschritten wird. Nach wenigen Wochen Puppenentwicklung wartet der fertige Käfer bis zu günstigen Schlupfbedingungen im Boden.
In Elsbethen und Kuchl wurden zudem Junikäfer-Engerlinge als Schaderreger festgestellt. Im Grünland sind Engerling- und Dürreschäden schwierig zu unterscheiden.
In den bekannten Engerling-Hochburgen sollte der Boden daher regelmäßig auf Engerlinge kontrolliert werden. Insbesondere vor Neueinsaaten könnte bei Bedarf eine Bekämpfung durchgeführt werden. Neben der mechanischen Bekämpfung mit Kreisel- oder Rotoregge sind aktuell Pilze und Nematoden (Fadenwürmer) zur biologischen Regulierung laut Pflanzenschutzmittelregister des BAES zugelassen. Zudem wird an Verfahren für die Bodenapplikation von Pilzen in Hanglagen gearbeitet.
Hier zeigen sich die Flüssigpräparate, die mit adaptierten Stachelwalzen des Ibex-Geräteträgers in den Boden eingedrückt werden, als vielversprechende Alternative zum tiefen Einschlitzen von Pilzgerste mit Scheibenschargeräten wie der „Vredo“. In Unken wurde im Rahmen eines Kooperationsprojektes der Universität Innsbruck mit Ländern und Kammern an der MMexit-Einstellung gefeilt.