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Engerlingschäden häufen sich in Salzburg

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16.09.2026 | von Michael Hatheier

Nach der Dürre folgt in Gebieten Salzburgs die Fraßtätigkeit der Insektenlarven.

Bildergalerie (7 Fotos)
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Die Schäden gleichen auf den ersten Blick einem Trockenschaden, jedoch lässt sich bei einem Engerlingschaden die Grasnarbe flächig abheben, da sie kaum oder nicht mehr mit dem Boden verwurzelt ist. © Neudorfer
Straßwalchen: Sichtbarer abgestorbener Pflanzenbestand durch Junikäferbefall. Zehn Engerlinge auf 25 × 25 cm bedeuten 160 Stück pro Quadratmeter. Schadschwelle besteht bei 60 Stück. Fotos vom 2. September vor der Grünlandsanierung. Durch den Wurzelfraß entstandene Lücken im Bestand werden schnell durch Unkräuter geschlossen. © Neudorfer
Straßwalchen: Sichtbarer abgestorbener Pflanzenbestand durch Junikäferbefall. Zehn Engerlinge auf 25 × 25 cm bedeuten 160 Stück pro Quadratmeter. Schadschwelle besteht bei 60 Stück. Fotos vom 2. September vor der Grünlandsanierung. Durch den Wurzelfraß entstandene Lücken im Bestand werden schnell durch Unkräuter geschlossen. © Neudorfer
Die Schäden gleichen auf den ersten Blick einem Trockenschaden, jedoch lässt sich bei einem Engerlingschaden die Grasnarbe flächig abheben, da sie kaum oder nicht mehr mit dem Boden verwurzelt ist. © Neudorfer
Zur Bestimmung der Art und zur weiteren Vorgehensweise können gerne Engerlinge eingeschickt werden. © Hatheier
© Archiv
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Als ob die vergangenen Monate Grünland und Landwirten nicht schon genug abverlangt hätten, steht nun die nächste Herausforderung an. Seit einigen Wochen häufen sich im Bundesland Salzburg Meldungen über Engerlinge. „Bereits Ende Juli fanden wir in Unken frisch verpuppte Maikäferlarven in etwa 15 Zentimetern Bodentiefe. In Elsbethen und Kuchl stellten wir zudem Junikäfer-Engerlinge als Schädlinge fest“, berichtet Elisabeth Neudorfer von der LK Salzburg. Die gefürchteten Grünlandschädlinge gedeihen besonders gut unter trockenen Bedingungen. Betroffen sind vor allem sandige, südexponierte Standorte. In heißen, trockenen Jahren richten die Engerlinge größere Schäden an, da die Grünlandpflanzen den Wurzelfraß nicht mehr ausgleichen können. 

Engerglinge.jpg © Archiv
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Um Totalausfälle im kommenden Frühjahr zu verhindern, gilt es jetzt die Käferart zu bestimmen, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen und wirtschaftlich sowie vegetativ sinnvolle Regulierungsstrategien umzusetzen. Mit sinkenden Temperaturen ziehen sich die Larven in tiefere Bodenschichten zurück, was die mechanische Bekämpfung erschwert. Zudem steigt die Unsicherheit, ob eine Nachsaat im Herbst erfolgreich aufläuft. 

Elisabeth Neudorfer, LK Salzburg

"Nachsaaten stellen wieder eine tragfähige Grasnarbe her. In den Flachgauer Gunstlagen sind  Neuanlagen heuer noch möglich."
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Schadbilder erkennen

Ein erster Hinweis auf einen Engerlingbefall sind oft Krähenschäden, da die Vögel die Larven aus dem Boden picken. Auch Dachse hinterlassen durch ihre Wühltätigkeit Spuren. Bei starkem Befall sterben die Grünlandpflanzen vollständig ab. Typisch sind rundliche Flecken mit abgestorbenen Pflanzen. Die Grasnarbe lässt sich bei Engerlingschäden großflächig abheben, da sie kaum noch mit dem Boden verwurzelt ist. 

Tiefwurzelnde Kräuter halten dem Fraß länger stand. Ausläufertreibende Arten wie Gundelrebe, Kriechender Hahnenfuß oder Gemeines Rispengras füllen die Lücken in der Grasnarbe schnell und können sich ausbreiten. Die Schadschwelle liegt je nach Käferart zwischen 35 und 100 Larven pro Quadratmeter (siehe Tabelle „Käferarten im Vergleich“). 

Bekämpfung

Eine Nachsaat mit Striegeln gilt noch in diesem Jahr als Mindestmaßnahme. „Abwarten und auf das Frühjahr hoffen, ist keine Lösung. Es geht darum, durch Nachsaaten wieder eine tragfähige Grasnarbe herzustellen“, betont Neudorfer. Eine Deckfrucht wie Hafer oder Roggen (40 – 60 kg/ha) sollte in etwa zwei Zentimetern Tiefe abgelegt werden, während die Grünlandmischung oberflächlich bleibt. Anschließend unterstützt das Anwalzen mit einer Profilwalze eine rasche Keimung. Gegebenenfalls muss im Frühjahr nachgearbeitet werden. 

Eine mechanische Engerlingbekämpfung mit Bodenbearbeitungsgeräten bedeutet eine Grünlanderneuerung bei gleichzeitiger mechanischer Abtötung der Engerlinge durch die rotierenden Arbeitswerkzeuge. In der Folge ist eine Neueinsaat mit einer Grünlandmischung nötig. Aufgrund des späten Vegetationszeitpunkts ist diese Methode außerhalb der Gunstlagen im Norden Salzburgs in diesem Jahr jedoch nur bedingt empfehlenswert. „Wer schnell ist, kann in den wärmeren Lagen wie den Flachgauer Gunstlagen auch jetzt noch eine Grünlandsanierung wagen. Jetzt steht den Beständen wieder mehr Feuchtigkeit zur Verfügung, somit könnte dort das Drei-Blatt-Stadium vor den Frösten erreicht werden“, so Neudorfer und ergänzt: „Wir empfehlen Risikosplitting: nur einen Teil der betroffenen Flächen jetzt sanieren und Saatgut bereits für eine weitere Nachsaat im Frühjahr jetzt sichern.“

Besonders in Regionen mit wiederkehrenden Schäden – den sogenannten „Engerlinghochburgen“ – können auch Pilze (Pilzgerste) oder Nematoden (Fadenwürmer) zur Bekämpfung eingesetzt werden.

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Ansprechpersonen und weitere Infos

Die Experten der LK Salzburg stehen für eine Beratung rund um das weitere Vorgehen bei einem Schadensfall bereit. Gerne können in Schnaps eingelegte Larven zur Bestimmung eingeschickt werden. Überdies sind Meldungen von Fraßschäden zu Dokumentationszwecken sehr wichtig. Kontakt: Anna Gimpl, Tel. 050/2595-3292 oder anna.gimpl@lk-salzburg.at. Für Grünlandsanierungen und mechanische Dienstleistungen steht der Maschinenring Salzburg zur Verfügung. 

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Kontakt

  • Anna Gimpl
    Anna Gimpl
    anna.gimpl@lk-salzburg.at
    T 050/2595-3292
  • Elisabeth Neudorfer
    LWR DI Elisabeth Neudorfer
    elisabeth.neudorfer@lk-salzburg.at
    T 050/2595-3245

Links zum Thema

  • Landesförderung zur Engerlingbekämpfung inkl. Nachsaat:
  • Broschüre „Engerlinge im Grünland“ zum Download:
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Nachsaaten im August: Der Lückenschluss nimmt Formen an - übers Feld gred´t

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Die Schäden gleichen auf den ersten Blick einem Trockenschaden, jedoch lässt sich bei einem Engerlingschaden die Grasnarbe flächig abheben, da sie kaum oder nicht mehr mit dem Boden verwurzelt ist. © Neudorfer

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Straßwalchen: Sichtbarer abgestorbener Pflanzenbestand durch Junikäferbefall. Zehn Engerlinge auf 25 × 25 cm bedeuten 160 Stück pro Quadratmeter. Schadschwelle besteht bei 60 Stück. Fotos vom 2. September vor der Grünlandsanierung. Durch den Wurzelfraß entstandene Lücken im Bestand werden schnell durch Unkräuter geschlossen. © Neudorfer

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Straßwalchen: Sichtbarer abgestorbener Pflanzenbestand durch Junikäferbefall. Zehn Engerlinge auf 25 × 25 cm bedeuten 160 Stück pro Quadratmeter. Schadschwelle besteht bei 60 Stück. Fotos vom 2. September vor der Grünlandsanierung. Durch den Wurzelfraß entstandene Lücken im Bestand werden schnell durch Unkräuter geschlossen. © Neudorfer

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Die Schäden gleichen auf den ersten Blick einem Trockenschaden, jedoch lässt sich bei einem Engerlingschaden die Grasnarbe flächig abheben, da sie kaum oder nicht mehr mit dem Boden verwurzelt ist. © Neudorfer

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Zur Bestimmung der Art und zur weiteren Vorgehensweise können gerne Engerlinge eingeschickt werden. © Hatheier

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Die Schäden gleichen auf den ersten Blick einem Trockenschaden, jedoch lässt sich bei einem Engerlingschaden die Grasnarbe flächig abheben, da sie kaum oder nicht mehr mit dem Boden verwurzelt ist. © Neudorfer

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Zur Bestimmung der Art und zur weiteren Vorgehensweise können gerne Engerlinge eingeschickt werden. © Hatheier

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