Eine Expertin mit Rechen und Schraubenschlüssel
„Ich war bei meiner Lehrstelle und in der Berufsschule das einzige Dirndl“, erzählt Bianca. Sie hat im Lagerhaus Bramberg Mechanikerin gelernt, einen für Frauen eher ungewöhnlichen Beruf. „Damit hatte ich nie ein Problem. Ich hab‘ mir Respekt verschaffen können, weil mir das Lernen leichtgefallen ist und ich den Jungs sogar helfen konnte“, berichtet die 32-Jährige.
Die Pinzgauerin hat die Landwirtschaftsschule Bruck besucht und dort in verschiedenen Berufen geschnuppert. „Da wusste ich sofort, dass ich einen technischen Beruf erlernen will.“ Rückblickend sagt sie: „Mechanikerin zu werden war genau die richtige Entscheidung für mich.“ Von Anfang an hatte sie schon geplant, auch die Meisterprüfung abzulegen – 2019 hat sie dieses Ziel geschafft.
Die Pinzgauerin hat die Landwirtschaftsschule Bruck besucht und dort in verschiedenen Berufen geschnuppert. „Da wusste ich sofort, dass ich einen technischen Beruf erlernen will.“ Rückblickend sagt sie: „Mechanikerin zu werden war genau die richtige Entscheidung für mich.“ Von Anfang an hatte sie schon geplant, auch die Meisterprüfung abzulegen – 2019 hat sie dieses Ziel geschafft.
Zukunft als Bäuerin
Von Bramberg wechselte sie ins Lagerhaus Bruck, wo sie ihren späteren Mann Wolfgang kennenlernte, der dort ebenfalls als Mechaniker arbeitete. Sie verbindet nicht nur die Liebe zum Beruf, sondern auch zur Landwirtschaft. Wolfgang kommt vom Lackenbauer in Rauris, 2020 hat das Paar den Hof am Fuße des Sonnblicks übernommen.
„Unser Betrieb setzt auf Mutterkuhhaltung, wir haben den Bestand vergrößert und einiges modernisiert. Wir wollten die Arbeit so organisieren, dass auch einer allein zurechtkommt“, erklärt die zierliche Bäuerin. Die Bewirtschaftung des Hofes ist durch die steilen Hänge eine Herausforderung. Bei der Heuarbeit hilft die Verwandtschaft mit.
„Unser Betrieb setzt auf Mutterkuhhaltung, wir haben den Bestand vergrößert und einiges modernisiert. Wir wollten die Arbeit so organisieren, dass auch einer allein zurechtkommt“, erklärt die zierliche Bäuerin. Die Bewirtschaftung des Hofes ist durch die steilen Hänge eine Herausforderung. Bei der Heuarbeit hilft die Verwandtschaft mit.
Technische Erleichterungen
„Als Mechaniker konnten wir einige Ideen umsetzen, um uns die Arbeit zu erleichtern. Wir haben uns zum Beispiel einen Futterwagen auf Schienen gebaut. Jetzt müssen wir das Siloheu auf dem 30 Meter langen Futtertisch nicht mehr händisch verteilen“, schildert Bianca. Für den Futtermischwagen wurde ein Standmotor konstruiert, wodurch kein Traktor mehr erforderlich ist.
Das Leben und die Arbeit in dem abgeschiedenen Tal waren für Bianca anfangs eine große Umstellung. „Bei mir daheim in Niedernsill haben wir nur flache Wiesen, der Hof meiner Eltern liegt zentral. Hier beim Lackenbauer gibt es fast nur steile Hänge. Da legt man mit Rechen und Bläser schon einige Kilometer zurück. Das ist körperlich ziemlich anstrengend, aber so spare ich mir das Fitnessprogramm“, meint sie mit einem Augenzwickern. „Jetzt genieße ich die Ruhe und möchte hier nicht mehr weg.“
Zurück in die Werkstatt
Besonders schätzt sie, dass ihre drei Kinder (eins, drei und 7 Jahre) in dieser natürlichen Umgebung aufwachsen. Sie spielen gern draußen mit einfachen Mitteln, haben aber auch schon eigene Werkzeugkoffer. „Sie reparieren schon selber ihre Spielzeugtraktoren, Radl und Scooter“, schildert die stolze Mama. Tochter Katharina hat bereits entschieden, dass sie auch einmal Mechanikerin werden will.
Bianca möchte nach der Karenzzeit zumindest einen Tag pro Woche wieder als Mechanikerin arbeiten. „Daheim gibt es zwar genug zu tun, aber ich gehe auch gern in die Arbeit, die Abwechslung tut gut“, sagt die engagierte Bäuerin.
Bianca möchte nach der Karenzzeit zumindest einen Tag pro Woche wieder als Mechanikerin arbeiten. „Daheim gibt es zwar genug zu tun, aber ich gehe auch gern in die Arbeit, die Abwechslung tut gut“, sagt die engagierte Bäuerin.